Testfahrt rund um den Großen Stern: Am Donnerstag findet die erste Fahrt eines Formel E Wagens auf Berliner Boden statt. Einen Grund zur Besorgnis gibt es nicht, denn der leistungsstarke Rennwagen wird sich in den alltäglichen Straßenverkehr eingliedern. Da ein derartiges Fahrzeug jedoch kein täglicher Gast auf der Straße ist, muss Vorsicht geboten sein, was eventuelle Ablenkungen vom Straßengeschehen angeht.

Mit Verkehrsbehinderungen oder Sperrungen ist nicht zu rechnen. Abseits der Strecke ist ebenfalls nichts gesperrt. Schaulustige können sich also vollkommen frei bewegen.

Zusammen mit einer Polizei-Eskorte ist eine etwa 20-minütige Rundfahrt geplant. Start ist um 14.30 Uhr am Brandenburger Tor, von wo aus es über den Tiergartentunnel und die Straße des 17. Juni Richtung Großer Stern geht. Von hier aus geht es weiter in Richtung Hofjägerallee, über das Lützowufer und die Potsdamer Straße zum Potsdamer Platz und zurück zum Brandenburger Tor.

Ab 2015 werden die elektronischen Rennwagen in Berlin häufiger zu sehen sein. Dann startet nämlich die offizielle Rennserie der Formel E in Berlin. Austragungsort ist das Gelände des alten Stadtflughafen Tempelhofs, der eine tolle Rennkulisse bildet, die die Wagen ausfüllen können – entgegen der Erwartungen kommt nämlich bei den elektrisch-betriebenen Hochleistungsmaschinen auch das typische Rennfeeling auf. Zum einen surren die laufenden Motoren so, dass es bei Motorsport-Fans das wohlbekannte Kribbeln im Magen auslöst. Zum anderen sind die Elektro-Kraftpakete hoch motorisiert – eine Beschleunigung von 0-100 km/h in drei Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h lassen Fanherzen höher schlagen. Die Lautstärke ist dabei relativ gering, kündigt der Veranstalter an und spricht von etwa 80 Dezibel. Dies entspricht der Lautstärke eines normalen, vorbeifahrenden Autos.

Hinzu kommt ein weiterer Umstand, der für Spannung während der Rennen sorgen wird: Die Batterie für den Motor hält maximal 25 bis 30 Minuten. Während eines einstündigen Rennens muss der Fahrer also mindestens einmal das Auto wechseln. Und selbst dann ist nicht sicher, ob die Batterieladung bis zum Ende des Rennens hält. Das zwingt den Fahrer mit seiner Energie zu haushalten, was den Rennen taktisch interessanter macht.

Vor 2015 werden die Wagen noch einmal live, bei einer kostenfreien Vorführung zu sehen sein. Der Termin dafür wird noch bekannt gegeben.