Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 82 Jahre alten Mann in einem Supermarkt werden nun Informationen zum mutmaßlichen Täter bekannt. Der Mann war zumindest einigen Menschen als aggressiv bekannt. Gekannt haben sich der mutmaßliche Täter Valentin W. und das Opfer offenbar nicht, sie waren auch keine Nachbarn.

Nach Information der Berliner Morgenpost hatte der vermeintliche Täter, der im Internet ausgiebig seine Gedanken äußerte, psychische Probleme. Er wohnte in einem möblierten etwa zwölf Quadratmeter großen Apartment zur Miete. Die Nachbarn geben an, ihn nicht kennen oder geben an, keinen Kontakt zu ihm zu haben. Einem Hausmeister jedoch ist Valentin W. ein Begriff, er sagt, er sei von W. bedroht worden mit den Worten: „Hades wird dir den Kopf spalten“.

W. war zudem Mitglied eines Angelvereins in Spandau. Allerdings wurde er vom Verein ausgeschlossen, weil er auf einer Feier ein anderes Vereinsmitglied mit einem Messer bedroht hatte.

Das Opfer, Marcel M. wohnte in der zweiten Etage eines Hinterhauses. Wie Nachbarn berichten, lebte der sehr rüstige Mann zurückgezogen. Über viele Jahre arbeitete er als Hausmeister im Kiez. Seine Leidenschaft galt dem Fahrradfahren. Fast täglich soll er mit dem Rad unterwegs gewesen sein.

So kam er auch zum Supermarkt, in dem er dann plötzlich Opfer einer Messerattacke wurde. W. stach ihm hier mehrfach in den Rücken und die Brust. Supermarktkunden gelang es schnell, den Täter zu überwältigen, für das Opfer allerdings kam jede Hilfe zu spät. Polizeibeamte nahmen den Angreifer fest.

plet