Die U5 fährt mal wieder nicht. Nicht richtig zumindest. Der Verkehr ist bis Ende August auf wechselnden Abschnitten in Marzahn-Hellersdorf unterbrochen. Same procedure as every year. Bereits 2019, 2021, 2022, 2023, 2024 und 2025 wurde auf der Strecke gebaut. Es ist der siebte Sommer, in dem Fahrgäste Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.

Und das ist gut so.

Die Strecke zwischen den U-Bahnhöfen Biesdorf-Süd und Hönow ist rund 40 Jahre alt. Der Teilabschnitt wurde noch in der DDR gebaut – unter großem Zeitdruck. Dabei wurden nicht alle Arbeiten „sachgerecht“ ausgeführt, wie die BVG schreibt. Die U-Bahn rollt hier oberirdisch. Hitze, Regen und Schnee setzen den Gleisen zu. Gleichzeitig will die BVG die Strecke fit machen für den teilautomatisierten Betrieb. Bauarbeiten sind also aus ganz unterschiedlichen Gründen notwendig.

U5 in Hellersdorf: Schritt für Schritt werden die Gleise erneuert

Jetzt könnte die BVG die Strecke über mehrere Jahre dichtmachen. So wie auf der Linie U6 zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel. In Marzahn-Hellersdorf hat sie sich für einen anderen Weg entschieden. Schritt für Schritt werden die Gleise erneuert. Teilabschnitt für Teilabschnitt. Jahr für Jahr. So vermeidet die BVG, laut eigenen Angaben, eine langfristige Sperrung. Zum Glück.

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Der Sommer ist dabei der ideale Zeitpunkt. Nicht nur wegen des Wetters, was die oberirdischen Bauarbeiten erleichtert. Sondern auch, weil die BVG während der Sommerferien mit weniger Fahrgästen rechnet.

Die Marzahn-Hellersdorfer müssen seit langer Zeit jeden Sommer mit Einschränkungen leben. Dafür fährt die U5 den Rest des Jahres störungsfrei (so störungsfrei, wie das in Berlin eben möglich ist). Ein paar Wochen Ersatzbus im Jahr kann man dafür in Kauf nehmen. Auch wenn es nervig ist.