Am Mittwoch, dem 18. Februar, veröffentlichte das Bezirksamt von Marzahn-Hellersdorf eine Pressemitteilung: Demnach sollten ab Samstag nahe des S-und U-Bahnhofs Wuhletal rund 40 Bäume gefällt werden, um den Bau eines Park-and-Ride-Parkplatzes für Pendler vorzubereiten. Doch auf Nachfrage der Berliner Morgenpost teilte das Bezirksamt am Freitag mit, dass die Fällungen vorerst auf Oktober verschoben wurden.
Mit dem Bau des Park-and-Ride-Parkplatzes soll Pendlern der Umstieg auf den Nahverkehr erleichtert werden. Der Bahnhof Wuhletal steht im Bezirk Marzahn-Hellersdorf, im Süden des Ortsteils Hellerdorf. Von hier aus fährt die U5 stadtauswärts Richtung Helle Mitte und stadteinwärts Richtung Alexanderplatz. Die S5 fährt, vom Ostkreuz kommend, von hier aus nach Mahlsdorf und weiter nach Brandenburg. Auch die Parksituation in den Wohngebieten um den Bahnhof herum soll durch den Bau neuer Parkplätze verbessert werden. Doch das Vorhaben verkompliziert sich jetzt.
U- und S-Bahnhof Wuhletal: So viele neue Parkplätze sollen gebaut werden
Im Anschluss an die Veröffentlichung der Pressemitteilung erfolgte dann jedoch eine erneute Abstimmung zwischen Naturschutzamt des Bezirks und Senatsverwaltung, teilte das Amt der Berliner Morgenpost am Freitag mit.
„Eine kurzfristig veranlasste Prüfung des Geländes ergab, dass dort optimale Bedingungen für Zauneidechsen bestehen, die sich derzeit in Winterruhe befinden“, so das Amt. Die Fällarbeiten könnten die Tiere empfindlich stören. Es ist nicht das erste Mal, dass die streng geschützten Tiere für Aufsehen sorgen. Das Gelände wird jetzt laut Bezirksamt kartiert, Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen werden erarbeitet. „Vor diesem Hintergrund wurden die geplanten Baumfällungen auf Oktober verschoben“, heißt es weiter. An der Rodung hält man also fest.

Doch dabei ist scheinbar noch gar nicht geklärt, wie der Parkplatz finanziert werden soll. Geplant sind 45 Parkplätze. Kostenpunkt: 500.000 Euro. Angedacht war eine Finanzierung durch die Senatsverwaltung. Die beantragten Mittel sind jedoch jahresgebunden. Das bedeutet, sie müssen im selben Jahr ausgegeben werden, in dem sie beantragt wurden.
Daher hätten die Bäume – auch trotz offener Fragen – so rasch gefällt werden müssen. Denn zum Schutz brütender Vögel gilt ab März ein Rodungsverbot. Jetzt macht die Zauneidechse dem Bezirk erst einmal einen Strich durch die Rechnung. Ohne die beantragten Mittel, soll der Baubeginn schrittweise erfolgen.
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Um die Rodungen auszugleichen, will das Amt neue Bäume entlang der Altentreptower Straße pflanzen, so stand es zumindest in der Pressemitteilung von Mittwoch. Der Standort ist denkmalgeschützt. Um das Erscheinungsbild rasch wiederherzustellen, sollte ein Teil der neuen Bäume „so schnell wie möglich“ gepflanzt werden, wie das Amt schreibt.






