Besonders im Osten Berlins boomt die Solarenergie – das zeigt eine Auswertung des Berliner Energieatlas durch das Unternehmens Enpal, das Solaranlagen und Wärmepumpen verkauft.
Demnach ist Marzahn-Hellersdorf Spitzenreiter beim Solarstrom. Seit 2012 wurden im Bezirk knapp 108.000 Megawattstunden (MWh) Solarstrom ins Stromnetz eingespeist, auf Platz zwei und drei folgen zwei weitere Bezirke aus dem Osten der Stadt: Treptow-Köpenick mit rund 84.000 MWh und Pankow mit circa 79.000 MWh (für das Jahr 2019 liegen keine Daten vor).
Zur Einordnung: Von 2012 bis 2023 verbrauchte alleine der Bezirk Marzahn-Hellersdorf rund 6.732.000 Megawattstunden Strom (dabei liegen auch hier für das Jahr 2019 keine Daten vor). Die bisher in Berlin laufenden Solaranlagen liefern laut Zahlen des Senats rund fünf Prozent des in Berlin erzeugten Stroms. Ziel des Senats ist es, in zehn Jahren 25 Prozent des in Berlin erzeugten Stroms aus Solarenergie zu gewinnen.
Solarstrom, Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen: So ist die Lage in Berlin
Solarstrom wird über Photovoltaikanlagen gewonnen. Auch hier beobachtet Epal ein Wachstum. „Seit 2023 wurde mit einem Plus von 45,15 Prozent der bislang größte jährliche Zuwachs an installierter Photovoltaikleistung verzeichnet“, schreibt das Unternehmen in seiner Analyse. Auch dabei gibt Marzahn-Hellersdorf das Tempo vor. Kein Bezirk kann theoretisch so viel Solarstrom produzieren wie Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Pankow trudeln auf den Platz zwei und drei ein. Schlusslicht ist Friedrichshain-Kreuzberg.
Hier ist jedoch der Anteil der installierten Anlageleistung auf öffentlichen Gebäuden besonders hoch: knapp 38 Prozent sind im Bereich der öffentlichen Hand. Nur in Mitte (ca. 43 Prozent) und Charlottenburg-Wilmersdorf (ca. 51 Prozent) ist der Anteil noch höher. Im gesamten Berlin entfallen rund 17 Prozent der installierten Photovoltaik-Leistung auf öffentliche Gebäude. Auffällig: Knapp 91 Prozent der Anlagen sind im Eigentum von Privatpersonen, allerdings können diese Anlagen nur 56 Prozent der Leistung generieren. Die weitläufigen Siedlungsgebiete mit vielen Einfamilienhäusern, sowie die Neubauten im Bezirk, die häufiger auf grünen Strom setzen, könnten ein Erklärungsansatz sein, weshalb es in Marzahn-Hellersdorf so viele Photovoltaikanlagen gibt.
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Auch bei den umstrittenen Wärmepumpen sticht der Osten Berlins den Westen aus: Bis 2023 wurden in Pankow 585 durch den Bund geförderte Anlagen gebaut, in Treptow-Köpenick 573 und in Marzahn-Hellersdorf 556. Schlusslicht ist Mitte mit mageren 29 Wärmepumpen-Anlagen. Die meisten Solarwärmeanlagen wurden bis 2023 hingegen in Steglitz-Zehlendorf installiert: 1.224 Stück.



