Im Prozess wegen Misshandlung eines zwei Monate alten Babys haben die 18-jährige Mutter und der 22-jährige Vater schweigend auf die Vorwürfe reagiert. Die Verteidiger erklärten am Dienstag zu Beginn, dass die Angeklagten derzeit nicht aussagen werden.
Der Junge wurde den Ermittlungen zufolge im April 2013 ins Gesicht geschlagen und mit Verletzungsfolgen am rechten Bein in die Höhe gerissen. Außerdem sei das Schienbein über eine Kante oder mit der Faust gebrochen worden.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein Elternteil gewalttätig wurde. Der andere habe das Geschehen in der gemeinsamen Wohnung in Berlin-Marzahn bemerkt, dem Kind jedoch nicht geholfen.
Der Vater ist bereits im November 2013 wegen Misshandlung des Jungen zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht war überzeugt, dass er seinen Sohn durch heftiges Schütteln lebensgefährlich verletzt hatte.
In dem ersten Prozess hatte eine Gutachterin erklärt, dass sie an dem Säugling zudem ältere Verletzungen festgestellt habe. Das führte zu dem jetzigen Verfahren. Die Verhandlung wird am 5. Juni fortgesetzt.
dpa/mim




