Das zuständige Berliner Bezirksamt hat vom Land mehr Unterstützung für das umstrittene Flüchtlingsheim in Hellersdorf gefordert. Schon vor mehreren Wochen habe es eine Zusage für finanzielle Mittel gegeben, sagte die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) am Mittwoch.
Es handele sich um 30.000 Euro, die an den Migrationssozialdienst hätte gehen sollen. „Bis heute ist das Geld leider nicht im Bezirk angekommen“, sagte Pohle.
Die Einrichtung des Heimes hatte in den vergangenen Wochen unter Anwohnern Proteste ausgelöst. Gegner und Befürworter der Unterkunft waren immer wieder zu Demonstrationen auf die Straßen gegangen, darunter auch Rechtsextreme.
In der Notunterkunft leben bisher 150 Menschen. Darunter seien 50 Kinder, sagte Heimleiterin Martina Wohlrabe. Mittlerweile habe sich in der Unterkunft in einer ehemaligen Schule ein Alltag eingestellt. „Das Feedback von den Bewohnern ist positiv.“ Sie seien überrascht gewesen über die Ereignisse rund um den Einzug Mitte August.
Der Leiter des zuständigen Polizeiabschnitts, Martin Jeske, sagte, dass sich die Situation am Heim zu beruhigen scheine. Wohlrabe sagte, dass unter vielen Anwohnern die Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge groß sei.
dpa/alu



