Das BSW in Berlin-Lichtenberg fordert den endgültigen Stopp des Neubauvorhabens im Ilse-Kiez in Karlshorst. Mit einem offenen Brief richtet sich die Fraktion des Bündnisses Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft (ehemals Bündnis Sahra Wagenknecht) direkt an die Linken. Sie waren bei der jüngsten Berlin-Wahl stärkste Kraft geworden und führen nun die Koalitionsverhandlungen an. Konkret fordert das BSW, den Schutz der grünen Innenhöfe im Koalitionsvertrag festzuhalten.

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Das landeseigene Wohnungsunternehmen Howoge plant, den Bau von mehreren Wohnhäusern in den Innenhöfen der Bestandsgebäude. Dafür müsste ein Großteil der dortigen Vegetation, darunter Streuobstwiesen und Bäume, entfernt werden. Die Anwohner haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen und wollen das Bauvorhaben mindestens verkleinert sehen, bevor es umgesetzt wird. Die Howoge, die im Auftrag des Landes Berlin handelt, lehnt Änderungen ab. Auch der Bezirk möchte die Höfe weitestgehend erhalten.

Ilse-Höfe in Karlshorst: Bezirk stoppt Baumfällungen bis Ende Oktober

Im Mai 2026 wurde in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Lichtenberg auf Antrag des BSW ein Antrag zum Schutz der Ilse-Höfe beschlossen. Dieser beinhaltete einen Zeit- und Maßnahmenplan sowie die Beteiligung der Bürgerinitiative an den Gesprächen mit der Howoge. „Auch die Linke hat diesem Antrag zugestimmt!“, schreibt das BSW in einer Mitteilung. „Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie beweisen können, dass Sie sich auch als Wahlsieger auf Landesebene wirklich für die Menschen im Ilse-Kiez einsetzen“, heißt es weiter.

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Bis zum 31. Oktober hat der Bezirk eine Untersagungsverfügung ausgesprochen. Es ist der Howoge also untersagt, jedwede Vegetation zu entfernen oder Bäume zu fällen. Die Howoge hatte gegenüber der Berliner Morgenpost mitgeteilt, dagegen Widerspruch einlegen zu wollen.