Vor zwei Jahren wurde die Seepark-Grundschule in Karlshorst eröffnet. Und heute ist sie derart übernachgefragt, dass Kinder abgelehnt werden müssen. Genau genommen hat der Bezirk Lichtenberg die Einschulungsbereiche so verändert, dass neue Erstklässler gleich anderen Schulen zugewiesen werden. Aus Verwaltungssicht ist das verständlich. Eltern kommen sich aber zu Recht verschaukelt vor.

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Die Seepark-Grundschule sollte die Grundschule für die Parkstadt Karlshorst sein. Das Neubaugebiet umfasst etwa 1000 neue Wohnungen mit Tausenden neuen Bewohnern. Viele Familien hat es in das Viertel gezogen, eben weil dort moderne Wohnungen und sogar eine eigene Schule warten. Manche haben viel Geld in die Hand genommen und Wohnungen gekauft. Die Parkstadt sollte das Zentrum des Familienlebens werden.

Berlin-Karlshorst: Seepark-Grundschule stößt an ihre Kapazitätsgrenzen

Doch im Falle der Schule wurden nun viele enttäuscht. Die Seepark-Grundschule kann nicht alle neuen Kinder aufnehmen, die die Schule besuchen wollen. Statt ihre Kinder im eigenen Wohnviertel in die Schule schicken zu können, müssen einige ab dem kommenden Jahr weite Schulwege in Kauf nehmen. Viele Eltern fragen sich, wie sie das in ihren Alltag integrieren sollen. Der Übergang in die Schule wird auf einmal zur Sorge. Und das ist ein Problem, das nur durch bessere Planung gelöst werden kann.

Seeparg-Grundschule Berlin-Karlshorst, Lichtenberg
Die Seepark-Grundschule in Berlin-Karlshorst wurde erst 2024 eröffnet.© Berliner Morgenpost | Julia Lehmann

Wie viele Kinder wirklich geboren werden, kann niemand sicher voraussagen. Und genau deshalb muss Berlin lernen, wie man flexibel baut. Größer, ohne überdimensioniert zu sein. Oder aber man hinterfragt das Konzept der großen zentralen Schulen und geht über zu mehreren kleinen. Sollten weniger Schüler kommen, als angenommen, lassen sich die Gebäude einem anderen Zweck zuführen und stehen nicht leer.