Es war eine erstmalige Aktion: Den gesamten Februar konnten Besucherinnen und Besucher ab 65 Jahren kostenlos in den Tierpark in Friedrichsfelde. Unter dem Motto „Oma und Opa gehen auf uns“ hatten alle Senioren einen Monat lang freien Eintritt. Die Aktion wird von der Berliner Morgenpost als Medienpartner unterstützt. Zwar war das Wetter anfangs sehr winterlich, aber die letzte Februarwoche zeigte sich dafür fast frühlingshaft.

Traumhaftes Finale in der letzten Februarwoche

Das spiegelte sich auch in der Bilanz wider: In der letzten Februarwoche hätten sie wirklich ein traumhaftes Finale für die Seniorinnen und Senioren gehabt, sagt Philine Hachmeister, Sprecherin von Zoo und Tierpark. Strahlender Sonnenschein, glückliche Gesichter – sowohl bei den Gästen als auch bei den Mitarbeitenden, so lautet ihr Fazit. Alle hätten sich gefreut, dass der Tierpark nach diesem Winter wieder zu neuem Leben erwacht.

Aktion 65 + im Tierpark, Gruppe aus einem Frauenladen
Trafen sich zum kostenlosen Tierparkbesuch: eine Gruppe aus dem Frauenladen Paula in Weißensee.© Katrin Lange | Katrin Lange

Der Besucheransturm schlägt sich auch in den Zahlen nieder: „So viele Gäste durften wir schon sehr lange nicht mehr bei uns begrüßen“, erklärt die Tierpark-Sprecherin. Insgesamt wurden 45.000 kostenfreie Ü-65-Tickets ausgegeben. Damit steht für den Tierpark fest: Die Aktion wurde sehr gut angenommen. Es gibt auch ein Indiz dafür, dass es einen längerfristigen Effekt geben könnte. Denn zum 1. März 2026 gibt es mehr Jahreskarteninhaber als ein Jahr zuvor.

Viele haben den Tierpark nach Jahren wiederentdeckt

Viele könnten den Tierpark wiederentdeckt oder überhaupt zum ersten Mal kennengelernt haben und nun öfter einen Besuch einplanen, vermutet Philine Hachmeister. Schon in den ersten Tagen hätte es Gespräche mit Ü-65-Gästen gegeben, die noch nie oder seit 20 Jahren nicht mehr im Tierpark gewesen wären.

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Aber noch ist es zu früh, von diesem Monat abzuleiten, was genau diese Aktion für die wirtschaftliche Lage des Tierparks bedeutet. Der Tierpark verzeichnet ein Defizit von rund drei Millionen Euro, bedingt durch gesunkene Ticketerlöse (wir berichteten). Gründe dafür sind unter anderem der verregnete Sommer und die Maul- und Klauenseuche.

Zwei Gehege wurden gerade geschlossen: die Fasanerie und Teile des Haustierbereichs. Damit sollen Personal- und Sanierungskosten gespart werden. Was mit den beiden Flächen passiert, die sich jeweils am Rand des Tierparks befinden und zu denen mit dem geringsten Publikumsverkehr gehörten, ist noch unklar.