Sieht so ein Eigenbrötler aus? Überhaupt nicht, würde man sagen. Denn Kater Manulu guckt ganz zutraulich in die Kamera, so als wollte er sagen: „Kann ich zum Kuscheln zu dir hochkommen?“ Wenn es so einfach wäre und man ihm nur diesen Wunsch erfüllen müsste, würde die acht Jahre alte Katze wohl nicht seit März auf neue Besitzer im Tierheim Berlin warten.

Manulu muss schlechte Erfahrungen mit den Menschen gemacht haben, er mag sie eigentlich nicht. Das ist schon mal eine schlechte Voraussetzung für das Zusammenleben von Vierbeiner und Zweibeiner. Wahrscheinlich ist er seinem Besitzer sogar ausgebüxt, denn er wurde gefunden und dann ins Tierheim gebracht.

Dort ist er jetzt verhaltenstechnisch das Sorgenfellchen. „Der begrenzte Platz im Tierheim macht ihm zu schaffen und das Handling mit ihm nicht ganz einfach“, erklären seine Tierpflegenden. Er sei weder ein Fan von Menschen noch von Streicheleinheiten.

Als Mäusefänger ist Manulu genau richtig

Aber das kann auch eine Herausforderung für seine neuen Besitzer sein. Mittlerweile gibt es Katzentrainer, die den Tieren schlechte oder falsche Angewohnheiten abtrainieren. Und wenn es gar nicht klappen will, hat Manulu doch noch ein Einsatzgebiet, auf dem er unschlagbar ist: Er könnte sich auf einem Hof in ländlicher Umgebung als Mäusefänger betätigen.

Auf jeden Fall braucht er im neuen Umfeld unbedingt Freigang über eine Katzenklappe und jederzeit die Möglichkeit, sein eigenes Ding zu machen. „Wir hoffen sehr, dass sich jemand findet, der ihn einfach so nimmt, wie er ist und Freude daran hat, ihn gut zu versorgen und ihm seine heiß geliebte Freiheit zu ermöglichen“, heißt es aus dem Tierheim. Große Dankbarkeit sollten die neuen Besitzer nicht erwarten. Seine neuen Zweibeiner sollten auf jeden Fall bereits Erfahrungen mit Katzen haben.

Wer Manulu ein schönes Zuhause geben möchte, kann sich unter 030 – 76 888 236 an seine Tierpflegenden im Garfieldhaus wenden.