Tierheim-Geschichten

Selbstbewusst, eigenständig, intelligent: Das ist Winnie

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Dackel-Schäferhund-Mix Winnie lebt seit fast drei Monaten im Tierheim.

Dackel-Schäferhund-Mix Winnie lebt seit fast drei Monaten im Tierheim.

Foto: Tierheim Berlin

Der ein Jahr alte Hund vereint die Eigenschaften von Dackel und Schäferhund. Er braucht eine „glasklare Führung“.

Berlin.  Winnie hat es faustdick hinter den Ohren. Das hat verschiedene Gründe: Zum einen ist er mit einem Jahr noch ein Junghund, der gerade pubertiert. Zum anderen vereint er zwei charakterstarke Rassen. Winnie ist ein Dackel-Schäferhund-Mix. Dabei ist er weder so groß wie ein Schäferhund noch so klein wie ein Dackel, Winnie liegt mit seiner mittleren Größe genau dazwischen.

Die Tierpflegenden loben ihn für seine „unfassbare Niedlichkeit“. Doch in seiner Brust wohnen zwei Seelen, denn der Hund hat sowohl einen ausgeprägten Jagdtrieb als auch einen nicht minder starken Hütetrieb. Das macht den Umgang mit ihm nicht ganz einfach.

Winnie war schon einmal vermittelt

Seit fast drei Monaten lebt Winnie im Tierheim Berlin, nun schon zum zweiten Mal. Er war bereits vermittelt, doch seine neuen Besitzer kamen nicht mit ihm klar. Denn Winnie zeigte ein seltsames Verhalten: Er zwickte seinen neuen Menschen in die Füße. Vielleicht aus Übermut? Oder weil er bereits seine Aufgaben ernst nahm und sie behüten wollte? Oder ihnen klar machen wollte, wo sie sich seiner Meinung nach aufhalten sollten und wo nicht?

Es bleibt ein Rätsel. Aber eins ist sicher: Winnie benötigt eine „glasklare Führung und feste Regeln“, heißt es aus dem Tierheim. Sonst wird er versuchen, das Kommando zu übernehmen. Anfangs gibt er sich etwas unsicher, taut dann aber schnell auf. Generell ist er sehr offen und freundlich gegenüber Menschen und anderen Hunden.

Gesucht werden Menschen, die Erfahrung mit Dackeln haben

Nach Ansicht der Tierpflegenden kommt bei Winnie ein bisschen mehr der Dackel durch: Der Hund ist sehr selbstbewusst und eigenständig. Er sei ein intelligenter Hund, der Dinge „hinterfragt“ und nicht einfach so kommentarlos hinnimmt, sagen die Tierpflegenden. Aus diesem Grund suchen sie am besten dackelerfahrene Menschen ohne Kinder.

Sollte es in der Familie aber schon einen souveränen, gut erzogenen Hund geben, der sich von Winnie nicht einschüchtern lässt, wäre das ein großes Plus. Dringend empfohlen wird auch der Besuch einer guten Hundeschule. Winnie wäre besser auf dem Land oder in einer ruhigen Wohnlage am Stadtrand aufgehoben, wo er nur wenige Treppen steigen muss.

Wer Interesse und ein Körbchen für Winnie hat, kann sich unter Tel. 030 768 88-156 an sein Tierpflegeteam im Struppi-Haus wenden.