Die Rigaer Straße in Friedrichshain soll sicherer für Radfahrer werden. Dafür ordnet das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg den Verkehr neu: Autos sollen die Straße künftig nicht mehr so einfach als Abkürzung nutzen können. Außerdem werden Parkplätze umgestaltet, um mehr Platz auf der Fahrbahn zu schaffen.
Mit dem Umbau soll die Rigaer Straße ihrer Funktion als wichtige Fahrradverbindung besser gerecht werden. Das Bezirksamt will dafür in einem ersten Schritt gegenläufige Einbahnstraßen einrichten. Dadurch soll der Durchgangsverkehr mit Autos deutlich zurückgehen. In einem weiteren Schritt wird die bisherige Schrägparkordnung durch Längsparken ersetzt. Auch die Fahrbahnmarkierungen werden angepasst.
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Rigaer Straße ist zu schmal für Rad- und Autoverkehr
Wie das Bezirksamt mitteilt, zeigen Verkehrszählungen aus dem Dezember 2025, dass auf der Rigaer Straße trotz ihrer Ausweisung als Fahrradstraße viele Autos unterwegs sind. Ein erheblicher Teil davon fährt demnach lediglich durch das Gebiet, ohne dort ein Ziel zu haben.
Hinzu kommt die beengte Verkehrssituation: Zwischen parkenden Autos bleiben an vielen Stellen nur etwa 4,80 Meter Platz. Der Leitfaden für Fahrradstraßen sieht hingegen eine Fahrgassenbreite von mindestens 5,50 Metern vor. Besonders beim Überholen und bei Begegnungen von Autos und Fahrrädern kann es dadurch eng werden.
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Auch die Sicht an einigen Querungsstellen ist durch abgestellte Fahrzeuge eingeschränkt. Die Umstellung auf Längsparken soll diese Sichtverhältnisse verbessern. Zugleich soll sie die Voraussetzungen für den Brandschutz und den zweiten Rettungsweg verbessern.
Bezirksstadträtin verspricht mehr Sicherheit
Annika Gerold (Grüne), Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung und Umwelt, sieht in den Maßnahmen einen wichtigen Schritt. „Die Rigaer Straße wird künftig sicherer und fahrradfreundlicher“, erklärte sie. Weniger Durchgangsverkehr und mehr Platz für Radfahrende sollten die Straße zu einer geeigneteren Fahrradroute machen. Auch die Anwohnerinnen und Anwohner sollen von einer ruhigeren Umgebung profitieren.
Zusätzlich zu den Änderungen in der Rigaer Straße führt das Bezirksamt ab dem 1. Dezember 2026 die Parkraumbewirtschaftung im Samariterkiez ein. Die Kombination aus neuer Verkehrsführung, veränderter Parkordnung und bewirtschafteten Parkplätzen soll den Verkehr im Kiez neu ordnen.




