Berlin baut seine Rad-Infrastruktur weiter aus. Während in Schöneweide bereits das erste öffentliche Fahrradparkhaus der Stadt entsteht, kommen nun viele neue Stellplätze an Stadtbahn-Stationen dazu. In Friedrichshain-Kreuzberg werden an zwölf S- und U-Bahnhöfen 610 zusätzliche Plätze für Räder geschaffen. Die Planungen sind fertig, der Bau soll Ende Mai starten und bis Jahresende abgeschlossen sein. Wo die neuen Anschließmöglichkeiten stehen sollen.

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Laut einer Mitteilung der Infravelo sind 120 gesicherte Stellplätze in Sammelschließanlagen und 490 freie Plätze an Anlehnbügeln geplant. Am Moritzplatz entstehen 40 gesicherte Stellplätze und zusätzlich 72 freie Plätze. An der Warschauer Straße kommen 80 gesicherte Stellplätze hinzu. Viele weitere Bügel werden zum Beispiel an der Kochstraße (118 Plätze), an der Weberwiese (96), am Südstern (82) und am Hermannplatz (24) aufgebaut.

Eine Frau bedient ein Touchpad neben einem gesicherten Fahrradstellplatz.
Wer sein Rad nicht über Nacht in dem gesicherten Container stehen lässt, zahlt nichts. Sonst kostet das Parken 70 Cent.© GB infraVelo GmbH/Daniel Rudolph | GB infraVelo GmbH/Daniel Rudolph

Die Standortsuche war nicht einfach, wie die Tochter der landeseigenen Grün Berlin GmbH weiter mitteilt. An vielen Bahnhöfen gebe es viele Nutzungswünsche und wenig Platz. Die Flächen müssten Fluchtwege freilassen, keine Leitungen blockieren und sich in Stadtbild und Denkmalschutz einfügen. Finanziert werden die Anlagen aus dem „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt“ (SIWA) des Landes Berlin.

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Die 120 gesicherten Stellplätze werden über das System „ParkYourBike“ betrieben. Wer sein Rad dort abstellen will, registriert sich kostenlos in der App. Im Flex-Tarif ist das Abstellen bis zu 24 Stunden kostenfrei, die nächsten 24 Stunden kosten 70 Cent. Vielnutzer können Monatskarten für 7 Euro oder Jahreskarten für 70 Euro buchen. Wer täglich pendelt und sein Rad abends wieder abholt, zahlt also nichts.