Auch wenige Tage nach dem Gewaltausbruch vor dem von Linksextremen teilweise besetzten Gebäude „Rigaer 94“ in Friedrichshain kommt der Kiez nicht zur Ruhe. Am Montag wollen mehrere hundert Menschen gegen Verdrängung und Räumung demonstrieren.

An der Rigaer Straße 83 wollen am frühen Nachmittag rund 200 Personen unter dem Motto „Hands Off Our Homes!“ zusammenkommen und gegen Mietensteigerung, Verdrängung und Räumung in der Nachbarschaft musizieren. Die Versammlung findet zwischen 14 und 23 Uhr statt.

Rigaer Straße: Mehrere Kundgebungen geplant

Am Nachmittag wollen weitere 200 Menschen in der Rigaer Straße demonstrieren. Sie wollen sich ebenfalls dafür einsetzen, Freiräume zu erhalten und Räumungen zu verhindern. Nur wenige Straße weiter an der Vogtstraße 36 wollen zeitgleich ähnlich viele Menschen an einer Kundgebung für mehr bezahlbaren Wohnraum im innerstädtischen Bereich teilnehmen.

Am Abend um 18 Uhr ist zudem noch eine weitere Demonstration in unmittelbarer Nähe angemeldet. Unter dem Motto „Kreativität braucht Freiräume!“ wollen nochmals rund 150 Menschen in der Kreutzigerstraße 22 auf die Straße gehen.

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200 vermummte Gewalttäter greifen Polizisten an

Am Mittwoch hatten nach Polizeiangaben 200 vermummte Gewalttäter in der Rigaer Straße Barrikaden errichtet, angezündet und die Polizei mit einem Steinhagel angegriffen. Mehr als 60 Polizisten wurden verletzt, wenige davon schwer. Am Donnerstag brach die Polizei das Haus auf, um die lange angekündigte Brandschutzprüfung zu ermöglichen.

Abends zogen rund 2000 Demonstranten durch Friedrichshain. Randalierer bewarfen die Polizei mit Flaschen und Steinen. Auch Rauchtöpfe und Böller wurden gezündet. Sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reagierte auf den Gewaltausbruch. Die Angriffe, so teilte Frank-Walter Steinmeier mit, erforderten „eine unmissverständliche Antwort des Rechtsstaates“.