Die Protestgruppe Extinction Rebellion hat am Wochenende mit mehreren Aktionen in Berlin gegen die Weltklimakonferenz in Dubai protestiert. Am Sonntag waren Aktivisten als Flugbegleiter verkleidet in der Berliner U-Bahn unterwegs. Zuvor hatte die Gruppe am Samstagabend mit Projektionen an Kreuzberger Hauswänden die Nutzung und Förderung fossiler Energien kritisiert. Unter anderem wurde ein großer Dinosaurier gezeigt.

Mit einer Lichtprojektion haben Aktivisten von Extinction Rebellion am Samstagabend in Kreuzberg gegen den Einfluss fossiler Lobbyverbände und Unternehmen auf die derzeit stattfindende Klimakonferenz protestiert.
Mit einer Lichtprojektion haben Aktivisten von Extinction Rebellion am Samstagabend in Kreuzberg gegen den Einfluss fossiler Lobbyverbände und Unternehmen auf die derzeit stattfindende Klimakonferenz protestiert.© DPA Images | Paul Zinken

„Wir prangern eine Klimakonferenz an, die in einem Ölstaat stattfindet und von der Öllobby ausgerichtet wird“, erklärte die Gruppe. „Die Konferenz ist mittlerweile eine einzige Greenwashing-Veranstaltung von Politik und Lobbyisten.“ Die Konferenz mit Zehntausenden Teilnehmern läuft noch bis 12. Dezember in Dubai.

„Stoppt fossile Subventionen“ wurde auf eine Hauswand projiziert.
„Stoppt fossile Subventionen“ wurde auf eine Hauswand projiziert.© DPA Images | Paul Zinken

Vor einiger Zeit hatte die Gruppe Extinction Rebellion mit einer Aktion für großes Aufsehen gesorgt. Im Rahmen ihrer Frühlingsrebellion entrollten die Klimaaktivisten im April 2023 von einem Balkon des Hotel Adlon am Brandenburger Tor ein großes Transparent mit einem Dinosaurierkopf und zündeten Rauchbomben.

Aktivisten der Klimagruppe „Extinction Rebellion“ zündeten von einem Balkon des Hotel Adlon aus Rauchbomben.
Aktivisten der Klimagruppe „Extinction Rebellion“ zündeten von einem Balkon des Hotel Adlon aus Rauchbomben.© dpa | Christoph Soeder

Nach Angaben des Hotels hatten die Aktivisten ganz regulär ein Zimmer gebucht. Der Betrieb im Hotel sei nicht gestört worden. Die Polizei nahm Personalien von vier Menschen auf. Zuvor hatten die Aktivisten schwarze Farbe auf diverse Gebäude gekippt, um gegen die aus ihrer Sicht schleppende Klimapolitik zu protestieren. Darunter war auch die FDP-Bundeszentrale. dpa/JP