Eine Besudelung der Haustür des Handelsverbands Berlin-Brandenburg in Kreuzberg sorgte am Dienstag für Aufregung. Wie Geschäftsführer Nils Busch-Petersen mitteilte, sei offenbar eine stark riechende, klebrige Chemikalie an der Tür des Gebäudes vergossen worden. „Ich weiß nicht, was es ist, aber es stinkt bestialisch“, sagte Busch-Petersen der Morgenpost. Fotos zeigen bräunliche Rückstände an Tür und Fassade. Mitarbeiter hätten den Eingang am Dienstagmorgen so vorgefunden, heißt es.

Vergeblich habe er bei der Polizei darum gebeten, dass die ätzend riechende Substanz an der Tür untersucht wird, erklärte Busch-Petersen zur Lage. Doch ihm sei nur geraten worden, online Anzeige zu erstatten.

Chemikalien-Attacke befürchtet: Kontext zu Israel-Konflikt liegt nahe

Im Haus des Handels am Mehringdamm befindet sich neben dem Handelsverband eine jüdische Einrichtung, die sich nach dem Anschlag durch die Hamas in Israel gegen Terrorismus positioniert hatte. Auch Busch-Petersen selbst ist in Berlin als Förderer der jüdischen Kultur und Unterstützer Israels bekannt.

Ob es sich beim Vergießen der unbekannten Substanz am Haus des Handels um einen Anschlag in diesem Kontext handelt, dafür gibt es keine konkreten Belege. „Ich will es nicht ausschließen“, sagt Busch-Petersen. „Es dürfte aber wohl kaum mit den Ärzten zu tun haben, die hier ansässig sind.“

Der Handelsverband wolle nun eine Fachfirma mit der Beseitigung der Substanz beauftragen – um nicht die Gesundheit der Hausmeister zu riskieren.

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