Pantomimen gegen Partylärm – das klingt wie Satire. Zumal, wenn diese Aktion das Ergebnis einer öffentlich finanzierten „Studie“ ist, die zwar viel künstlerisch-performatives Interaktionsgeschwurbel aus anderen Städten enthält, aber wenig zum Berliner Problem. Die einen wollen feiern, die anderen ihren Alltag leben, so einfach ist das. Die einen wollen mit dem Tourismus Geld verdienen, die anderen sich trotzdem weiter zu Hause fühlen.

Die Idee, für „Akzeptanz“ zwischen allen zu sorgen, ist an sich schön, weil es immer gut ist, wenn alle miteinander reden. Pantomimen aber sind Kasperletheater, keine Lösung.

Wenn man die Anwohner selbst fragt, gibt es durchaus konkrete Ideen: mehr Mülleimer, mehr Ordnungskräfte, eine restriktivere Vergabe von Schanklizenzen. Und eine konsequente Politik bei Ferienwohnungen.

Denn gefeiert wird nicht nur auf Straßen, sondern zunehmend auch in der Nachbarschaft. Darüber offen zu reden, wäre ein Anfang. Auch wenn sich das als Berlin-Werbung wohl weniger gut verkauft als Touristenselfies mit blinkenden Antilärm-Kaspern.