In einem Hinterhof steht Vitali Klitschko in olivgrüner Kleidung vor einer Reihe von Fahrzeugen. Mehrere weiße Transporter, ein Feuerwehrfahrzeug und ein weißer Lkw sind zu sehen. Der frühere Schwergewichtsboxer und heutige Bürgermeister von Kiew spricht direkt in die Kamera und bedankt sich bei den Regierungen, von denen diese Hilfsgüter kommen. Er bedankt sich beim bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und eben auch persönlich beim Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf.
Diese Hilfsgüter stellt der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf für die Ukraine zur Verfügung
Mit einem Kran und Dreiseitenkipper ausgestatteten Lkw, einem Sprinter und einem Kompaktlader sowie Stromgeneratoren und Werkzeugsätzen unterstützt der Bezirk die Ukraine. Klitschko bedankt sich in seiner Videobotschaft beim Bezirksamt und persönlich bei Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch (Grüne). „Vielen Dank von der Kiewer Gemeinde und mir persönlich für Ihre Hilfe und Solidarität mit uns, in unserem Kampf für Freiheit“, sagt Klitschko. Und wünscht eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.
Schon in der kommenden Woche sollen alle Fahrzeuge in Kiew im Einsatz sein, erklärt Klitschko in seiner Videobotschaft nach Deutschland. Bei der Kiewer Gemeinde, für die die Fahrzeuge gedacht sind, handelt es sich um Petschersk. Seit 1991 verbindet Charlottenburg-Wilmersdorf und Petschersk eine Städtepartnerschaft. Auch seit Ausbruch des Krieges stehen beide Bezirke in einem engen Austausch miteinander, heißt es.
So werden die Fahrzeuge für den Kiewer Partnerbezirk von Charlottenburg-Wilmersdorf finanziert
Finanziert und beschafft wurden die Hilfsgüter diesmal durch die Bundesregierung, heißt es in einer Mitteilung des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) rund 60 deutsche Kommunen dabei, individuelle Hilfspakete für die ukrainischen Partnergemeinden der Kommunen bereitzustellen.
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Was im Partnerbezirk gebraucht wird, darüber weiß man im Bezirksamt Bescheid. So hatten sich beide Verwaltungen mittels Videokonferenzen und E-Mails immer wieder direkt ausgetauscht, um sich über die aktuelle Lage in Kiew zu informieren und konkrete Hilfsbedarfe zu erörtern. So wurden beispielsweise Busse organisiert, Fortbildungen für ukrainische Deutschlehrer angeboten und Schulkooperationen angeregt. Zahlreiche Projekte mit dem über 1000 Kilometer entfernten Bruderbezirk gibt es.
Warum der Partnerbezirk von Charlottenburg-Wilmersdorf Petschersk eine kulturelle Hochburg ist
Bereits zum Jahreswechsel hatte Charlottenburg-Wilmersdorf dem Partnerbezirk drei Minibusse für dessen psychosozialen Betreuungsdienst und Stromgeneratoren zur Verfügung stellen können, heißt es. Der Gesamtwert der Hilfsgüter für Petschersk beläuft sich laut Bezirksamt auf über 350.000 Euro. Der Bezirk Petschersk liegt vorwiegend innerhalb des historischen Teils der Stadt und ist eine der wichtigsten kulturellen Gegenden von Kiew und die Heimstätte des Kiewer Höhlenklosters. Erst im September wurde das Kloster von der Unesco aufgrund des Krieges in die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes aufgenommen.
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