Sanierung

Finanzierung für Parkwächterhaus am Lietzensee gesichert

Philipp Siebert
Das Parkwächterhaus am Lietzensee im November 2017.

Das Parkwächterhaus am Lietzensee im November 2017.

Foto: Carolin Brühl

Seit Jahren will ein Verein das ehemalige Parkwächterhaus am Lietzensee sanieren. Dank Bundesmittel ist die Finanzierung nun gesichert.

Charlottenburg. Der Bund stellt 245.000 Euro für die Sanierung des alten Parkwächterhauses am Lietzensee bereit. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestags in der vergangenen Woche beschlossen. Damit sei die letzte Finanzierungslücke geschlossen, sagt Katja Baumeister-Frenzel, erste Vorsitzende des Vereins „ParkHaus Lietzensee“. Denn das Geld des Bundes erlaube nun „zusammen mit den von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin bereits zugesagten Mitteln in Höhe von 600.000 EUR sowie großzügiger Spenden aus der Nachbarschaft die Sanierung des Parkwächterhauses im Lietzenseepark konkret umzusetzen“.

Die Lottomittel stehen bereits seit mehreren Jahren in Aussicht, wurden aber bislang nicht freigegeben. Denn die Stiftung zahlt grundsätzlich erst, wenn auch alle anderen benötigten Gelder zur Verfügung stehen. „Wenn die Finanzierung gesichert ist, werden die 600.000 Euro fließen“, sagt Stiftungssprecher Thomas Dumke. Sobald der Verein den entsprechenden Bescheid des Bundestages einreicht, würde das Geld freigegeben.

Parkhaus am Lietzensee: Bauarbeiten sollen im Frühjahr starten

Aus dem ehemaligen Haus des Parkwächters soll ein Kieztreffpunkt für Kultur und mit Café werden. Wenn im kommenden Jahr das 100-jährige Bestehen des Lietzenseeparks gefeiert wird, ist der Umbau aber noch in vollem Gange. Die denkmalgerechte Sanierung des ehemaligen soll im kommenden Frühjahr beginnen. Dabei soll das Gebäude auch barrierefrei umgebaut werden. Die Arbeiten werden nach Schätzungen des Vereins 13 Monate dauern.

Das Ende der 20er-Jahre gebaute Haus steht bereits seit 2012 leer und wurde 2014 vom Verein mit der Sanierungsabsicht gepachtet. Mitte 2017 sammelte er Spenden in Höhe von 30.000 Euro. Die seien bereits für Vorarbeiten wie eine Entkernung sowie für Gutachten für Denkmal- und Artenschutz ausgegeben worden, sagt Baumeister-Frenzel.