Als erstes auf dem roten Teppich erschien Katja Flint in Begleitung eines jungen Mädchens. „Das ist Lisa Mund, wir haben uns auf der Kinderkrebsstation kennengelernt“, erklärte sie. Dort habe sie ihr die DVD von „Fack Ju Göhte“ geliehen. „Die habe ich 40 Mal angesehen“, sagte die 16-Jährige. Zwei Jahre später ist sie nun auf der Premiere von Teil zwei und zittert vor Aufregung. „Ich will ein Selfie mit Elyas M’Barak“, sagte sie, während sie auf ihren Helden wartete.
„Fack Ju Göhte“ war mit sieben Millionen Besuchern der erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten. Am Donnerstag lief der Nachfolger nun in den Kinos an und das feierten die Filmstars im Zoo Palast. Bereits ab 11 Uhr stellten sich die ersten Fans vor dem Kino an der Budapester Straße an. Trotz abendlicher Regenschauer warteten zum Schluss 1000 Menschen – vor allem auf Hauptdarsteller Elyas M’Barak. Bevor er sich seinen Fans zeigte, nahm er sich jedoch Zeit für Lisa. Ausführlich unterhielt er sich mit ihr, fragte nach ihrem Gesundheitszustand und machte schließlich nicht nur ein Selfie mit ihr, sondern signierte mit seinen Kollegen ihr T-Shirt. Lisa konnte ihr Glück kaum fassen. „Das ist so toll“, sagte sie. Dann widmete sich M’Barak erst den wartenden Fans, die so laut kreischten, dass es über den Breitscheidplatz schallte. „So ein herzlicher Empfang ist toll“, sagte M’Barak. Die Euphorie sei für ihn aber immer noch überraschend. Neben ihm wirken in der Fortsetzung wieder Karoline Herfurth und Katja Riemann mit. Letztere spielt in der Komödie eine frustrierte Direktorin - und ist bei Jugendlichen seitdem beliebt. „Junge Mädchen sprechen mich auf der Straße an und wollen mich umarmen“, sagte sie. Auch die Berliner Schauspielerin Jella Haase, die die prollige Chantal gibt, ist der Liebling der Fans. In den Reihen stehen Mädchen mit ihrer Autogrammkarte – im gelben Layout von Reclamheften.
Doch die Premiere war nicht der einzige Termin in Berlin. Zuvor stand M’Barak im Apple Store Rede und Antwort. Am Freitag wird der 33-Jährige dann seine Wachsfigur bei Madame Tussauds enthüllen.
Im Zuge seiner Pressetermine äußerste er sich auch noch zum Streit mit Til Schweiger im Juni und stellte klar, warum er auf dessen Ohrfeige im Restaurant „Borchardt“ nicht zurückgeschlagen hatte. „Man schlägt keine Väter. Ich habe ja selber noch keine Kinder“, sagte er dem „Zeit Magazin“.



