Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung will 2015 den Rest der einst 8000 Gasreihenleuchten auf Elektrobetrieb umrüsten. Nach Auskunft von Sprecherin Petra Rohland existieren in Berlin noch rund 900 Reihenleuchten, etwa 250 in festgelegten Bereichen bleiben erhalten. Von den 650 Standorten mit Reihenleuchten werden rund zehn Prozent auf LED umgerüstet. Alle anderen sollen Peitschenmaste und das Elektromodell Jessica erhalten.
2012 begann die umstrittene Umrüstung des Berliner Gaslichts. Fast 44.000 Laternen wurden einst mit Gas betrieben. Heute sind es nach Verwaltungsangaben noch rund 36.000 der insgesamt 224.000 Straßenleuchten. Etwa 3300 sollen gasbetrieben bleiben, die stellvertretend die frühere Vielfalt der historischen Leuchtentypen repräsentieren.
Neben Welterbe-Siedlungen der Moderne wie Weiße Stadt in Reinickendorf oder Hufeisensiedlung in Britz gehören die Altstadt Spandau, Promenadenabschnitte in Alt-Tegel, Teile Frohnaus und die Lagen um den Lietzensee in Charlottenburg zu jenen 29 Bereichen, in denen auch künftig Gasleuchten den Stadtraum erhellen.
Rund drei Millionen Euro Betriebskosten könnten bei den wartungsintensiven Gasreihenleuchten eingespart werden, so die Verwaltung. Auch in zwei Nebenstraßen des Kurfürstendamms, Bleibtreu- und Giesebrechtstraße, stehen sie vereinzelt. „Hier werden wir 2015 aktiv“, kündigt Rohland an. 140 Geschäftsleute hatten sich dort mit dem Verein Gaslicht Kultur gegen die Abschaffung des heimeligen Gaslichts ausgesprochen.




