Die Rampe der U-Bahnlinie 2 in Pankow war brüchig, der Aufwand zur Sanierung enorm: Nun befindet sich eine besondere Baustelle der BVG in den letzten Zügen: Auf der Berliner Straße endet in wenigen Tagen ein Projekt mit Stau-Garantie. Um das Rampenbauwerk, auf dem die U2 aus dem Untergrund von der Station Vinetastraße hinauf auf das Viadukt zum Hochbahnhof Schönhauser Allee rollt, heranzukommen, musste man die Tram-Gleise von den Wänden der Rampe wegrücken.

Nur auf diese Weise ließ sich Platz schaffen für die Baugerüste an der Rampe auf den eigentlichen Tram-Gleisen. So entstanden jeweils auf den linken Auto-Fahrspuren der Berliner Straße provisorische Ersatzstrecken für die Tram. Seit Februar floss der motorisierte Verkehr sowohl Richtung Alexanderplatz als auch in Richtung Stadtrand nur noch einspurig. Direkt neben den Straßenbahnen der Linien M1 und 50 auf ihren provisorischen Betten drängten sich Autos und Lastwagen auf der verbliebenen Spur nur noch im Stop-and-go-Tempo.

BVG stellt Rampe der U2 fertig: Trams verschwinden von Fahrspuren in Pankow

Eine BVG-Baustelle in der Endphase: Die Straßenbahn ist schon auf ihr Stammgleis neben der Rampe der U2 in Pankow zurückgekehrt. Nun beseitigen Bauarbeiter das provisorische Gleis auf der Berliner Straße und gießen neuen Asphalt.
Eine BVG-Baustelle in der Endphase: Die Straßenbahn ist schon auf ihr Stammgleis neben der Rampe der U2 in Pankow zurückgekehrt. Nun beseitigen Bauarbeiter das provisorische Gleis auf der Berliner Straße und gießen neuen Asphalt.© Berliner Morgenpost | Thomas Schubert

Jetzt, neun Monate später, hat die BVG die geklinkerten Wände der U-Bahnrampe fertig saniert. Und die Straßenbahnen wechseln zurück auf ihre eigentlichen Strecken direkt an beiden Flanken der Rampe. Wie die Verkehrsbetriebe mitteilen, gilt es nun die provisorischen Gleise auf den Fahrbahnen der Berliner Straße wieder zu entfernen. Derzeit sind die Schienen schon demontiert. In einem letzten Schritt braucht es jetzt noch eine Asphaltierung der lädierten Fahrbahnen, die durch den Einbau der Gleise auf Zeit Schaden genommen haben. „Deckenschluss“ nennt sich dieser finale Schritt. Und die BVG verkündet per Mitteilung die Erleichterung für Autofahrer mit den Worten „Provisorium adé!“

Ein anderes Manko bleibt hingegen: Denn während man auf der Straße bald wieder schneller vorwärtskommt, bremst die Teilsperrung der U2-Strecke am Alexanderplatz mit Pendelverkehr den U-Bahnbetrieb noch mindestens bis Februar.

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