Berliner helfen e.V., der Verein der Berliner Morgenpost, wurde vor 25 Jahren von Verlag und Redaktion der Zeitung ins Leben gerufen. Dieses besondere Jubiläum wollen wir gebührend feiern: Insgesamt 250.000 Euro werden im Rahmen unserer Satzung an gemeinnützige Organisationen und Projekte in Berlin und Brandenburg vergeben. Der Fokus liegt dabei auf der Jugend- und Altenhilfe sowie der Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der Gesundheitspflege. Gemeinnützige Organisationen und Projekte sind aufgerufen, sich um Unterstützung zu bewerben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Fokus liegt auf der Kinder- und Jugendhilfe

Die ersten Bewerbungen sind schon eingetroffen. Eine kommt vom Stephanus-Kinderhospizdienst, der finanzielle Hilfe für seine Trauergruppen sucht. Diese Gruppen bieten Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum, um mit dem Verlust eines Elternteils oder Geschwisterkindes umzugehen. „Unsere Trauergruppen sind ein sicherer Ort, an dem Kinder ihre Gefühle ausdrücken, verstanden werden und neue Hoffnung schöpfen können“, erklärt Katharina Kreuschner vom Stephanus-Kinderhospizdienst.

Die Kindertrauergruppe richtet sich an 5- bis 11-Jährige, die über ein Jahr hinweg behutsam begleitet werden. „Viele Kinder lernen hier, dass sie mit ihrer Trauer nicht allein sind. Der Bedarf an diesen Gruppen ist groß“, so die Koordinatorin. Für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren gibt es ebenfalls spezielle Angebote. Gemeinsam mit Gleichaltrigen können sie mit ähnlichen Erfahrungen ins Gespräch kommen und ihre Trauer verarbeiten.

„Es geht um Austausch, gemeinschaftliche Aktivitäten und darum, neue Perspektiven zu finden“, beschreibt die Koordinatorin Katharina Kreuschner die Jugendtrauergruppe. Da die Angebote vollständig spendenfinanziert sind, benötigt der Stephanus-Kinderhospizdienst dringend Unterstützung, um die Trauergruppen auch in 2026 fortzuführen.

Schulaufgaben-Hilfe und Spaß in der Freizeit

Um einen sicheren Ort für Kinder geht es auch in der Bewerbung der Schutzengelhäuser in Steglitz und Hohenschönhausen. Die Einrichtungen bieten Betreuung und sinnvolle Freizeitgestaltung nach der Schule, oft verbunden mit einer warmen und gesunden Mahlzeit, Hilfe bei schulischen Aufgaben und gemeinsame Aktivitäten. „Wir wollen den Kindern zeigen, dass sie es wert sind, sich mit ihnen zu beschäftigen und ihr Selbstwertgefühl zu stärken“, sagt Bianca Sommerfeld, die Leiterin des Hauses.

Schutzengelhaus 2025
Kreativität wird im Schutzengelhaus für Kinder in Hohenschönhausen gefördert. © Schutzengelwerk | Schutzengelwerk

Für das Sommerferienprogramm mit Ausflügen, Schwimmbad und Kinobesuchen gab es ein Spende in Höhe von 5000 Euro von Berliner helfen. „Ohne Spenden könnten wir das gar nicht machen. Wir haben auch die Ferienpässe davon bezahlt, aber egal ob Kino, Eis oder Pommes – alles ist so teuer geworden“, sagt Bianca Sommerfeld.

Auch das Multikulturelle Jugend-Integrationszentrum (mji) bittet erneut um Unterstützung, um das erfolgreiche Projekt „Mein Weg in Schule und Beruf fortzusetzen. Viele Jugendliche, die zu uns kommen, haben gar keine Vorstellung, was sie nach der Schule machen wollen. Neben der Schulaufgabenhilfe, damit sie einen Abschluss schaffen, beraten wir auch zu beruflichen Möglichkeiten, helfen bei Bewerbungen und bieten auch Praktikumsplätze“, sagt Ibrahim Ali Khan, der das mji in Charlottenburg vor 14 Jahren gegründet hat.

Spende für die Teilnahme an der Klassenfahrt

Ein besonderer Hilferuf kam aus Marzahn. Eine Lehrerin bat um Unterstützung für ihren besten Schüler aus einer vietnamesischen Familie: „Er möchte so gern mit auf die Klassenfahrt nach Paris. Beide Eltern arbeiten, können sich das aber nicht leisten und erhalten auch keinen Zuschuss vom Jobcenter. Dabei hat der Junge das so verdient“, schrieb die Pädagogin. Berliner helfen e. V. wird die Klassenfahrt und das Taschengeld dafür spenden.

„Wir sind Ihnen aufrichtig dankbar, dass der Junge nicht von seinen Freunden getrennt wird. Zumal ich diesem häuslichen Fleiß, diesem unbändigen Lernwillen gepaart mit einer Bescheidenheit und menschlicher Freundlichkeit in der Form noch nie begegnet bin“, bedankte sich seine Französisch-Lehrerin. Wir danken Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, dass sie solche Hilfe seit 25 Jahren möglich machen.

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