Blockaden und Staus

"Letzte Generation" in Berlin: Sie klebten wieder

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Letzte Generation nimmt Blockadeaktionen wieder auf

Letzte Generation nimmt Blockadeaktionen wieder auf

Aktivisten der Klimaschutzgruppe Letzte Generation haben wie angekündigt ihre Blockadeaktionen fortgesetzt. In München blockierten Aktivisten den Verkehr im Bereich des Stachus. Außerdem kletterten sie im Bereich der bayerischen Landeshauptstadt auf Schilderbrücken an Autobahnen, weshalb die Autobahn A9 kurz vor München gesperrt werden musste.

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Demonstranten der "Letzten Generation" waren an einer Autobahn-Abfahrt aktiv. Beobachtet wurden sie auch an der Friedrichstraße.

Berlin. Klimaaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" haben sich an der Abfahrt Konstanzer Straße der A100 festgeklebt. Beteiligt waren insgesamt neun Demonstranten der Gruppe „Letzte Generation“, die auch Videos von der Aktion veröffentlichte.

Polizisten lösten die Demonstranten von der Straße und trugen sie weg. Nach etwas mehr als einer Stunde wurde der Verkehr wieder freigegeben.

Auch an der Friedrichstraße, Ecke Unter den Linden wurden Demonstranten beobachtet. Ob es dort eine Blockade gab, war laut Polizei zunächst noch unklar.

„Auch am heutigen Freitag meinen wieder einige wenige, sie müssten mit Guerilla-Aktionen wichtige Verkehrswege lahmlegen und Berlin als Spielwiese für Straftaten missbrauchen", so Benjamin Jendro, Sprecher des Landesverbands der Gewerkschaft der Polizei. "Das ist kein ziviler Ungehorsam, sondern das Ignorieren unserer demokratischen Grundordnung."

Am Mittwochvormittag hatten Aktivisten die Kreuzung Friedrichstraße/Unter den Linden und die Potsdamer Straße blockiert. Polizisten waren vor Ort und lösten den Protest auf. Es kam zu Staus.

"Letzte Generation" in Berlin: Neue Protestwelle mit vermehrter Intensität angekündigt

Die Aktivisten hatten in der vergangenen Woche angekündigt, ihre Blockaden und Störungen mit vermehrter Intensität fortzusetzen. Zuvor hatten sie ihre Aktionen für eine Woche pausiert.

Bereits am Montag hatte die "Letzte Generation" den Verkehr auf der Berliner Invalidenstraße blockiert. Zu Störungen kam es am Montag in Berlin auch an der Potsdamer Straße und am Halleschen Ufer. Weitere Aktionen gab es in München.

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) setzt nunmehr auf die Unterstützung anderer Bundesländer. „Wir arbeiten nun mit der Polizei über die Grenzen der Bundesländer hinweg. Die Meldedaten von Tätern werden sehr genau gegenseitig abgeglichen“, sagte Spranger am Montag. Es gebe reisende Demonstranten, die man im Blick haben wolle.

Berlin sei das am meisten betroffene Bundesland. Seit Anfang des Jahres habe die Polizei 2500 einzelne Taten wie Teilnahmen an Blockaden und anderen Störaktionen registriert. Knapp 200.000 Einsatzstunden von Polizisten seien angefallen.

( bee )