Im Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Dienstag, 1. November 2022.
Gesundbrunnen und Schöneberg: Halloween-Randale mit Attacken auf Polizisten
in der Halloween-Nacht haben sich Heranwachsende in Gesundbrunnen und an der Pallasstraße in Schöneberg getroffen. Dabei warfen sie mit Eiern, Flaschen und Pyrotechnik nach Polizisten. Stephan Weh, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, kommentierte dies auf Twitter: "Es hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem Trendsport entwickelt, dass sich in der Halloween-Nacht in bestimmten Gebieten Heranwachsende zusammentun, um aus der Gruppe heraus meine Kolleginnen und Kollegen zu attackieren. Das ist kein Kindergeburtstag."
„Diese Straftäter müssen hart verurteilt werden“, sagt der stellvertretende Landesvize der Deutschen Polizeigewerkschaft Boris Biedermann: "Polizeibeschäftigte sind keine menschlichen Zielscheiben. Die Bezirksämter müssen enger mit der Polizei Berlin zusammenarbeiten, um Gewaltpräventionskonzepte umzusetzen.“
Nach Randalen und Übergriffen in der Vergangenheit hatte die Polizei ihre Präsenz in der Halloween-Nacht erhöht. Wegen der Erfahrungen aus den Vorjahren war das etwa in Schöneberg im Bereich Potsdamer-/Pallas- und Goebenstraße sowie im Bereich Gesundbrunnen geplant.
Lichtenberg: Fußgänger von Autofahrer erfasst
Bei einem Verkehrsunfall ist ein Fußgänger in Lichtenberg schwer verletzt worden. Der Mann überquerte am Montagnachmittag die Treskowalle, als ihn ein Autofahrer mit seinem Wagen erfasste, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Ermittlungen trug der Fußgänger Kopfhörer und achtete nicht auf den Verkehr, teilte ein Sprecher mit. Der Mann wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
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Waren an der Müritz: Paddler verirrt sich bei Nebel
Bei dichtem Nebel hat sich ein Paddler aus der Region Frankfurt (Oder) auf der Müritz und den Nachbarseen gründlich verfahren und eine Suchaktion von Polizei und Wasserwacht ausgelöst. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurde der 47 Jahre alte Wassersportler am Montag, dem Feiertag Reformationstag, nach knapp vier Stunden Suche leicht unterkühlt etwa 20 Kilometer südlich seines eigentlichen Ziels gefunden. Er war, aus einem Kanal kommend, sozusagen falsch nach Süden statt nach Norden abgebogen.
Der Brandenburger war am Morgen an einem Hotel am Nordufer in Waren an der Müritz bei Sonnenschein zu einer Paddeltour aufgebrochen. Er schipperte durch den Eldenburger Kanal in den Kölpinsee, wo aber bereits Nebel aufzog. Schon dort bekam der Paddler Sichtprobleme, fand aber doch wieder den Kanal zur Rücktour. Als der Mann dann mittags noch nicht zurück und der Nebel noch dichter war, alarmierte die Frau vom Hotel aus Helfer. Diese fanden ihn erschöpft unweit vom Bolter Kanal im Südosten der Müritz.
Das Glück des Sportlers war, dass er dichte Sportkleidung getragen hatte, wie der Polizeisprecher sagte. Sein Pech war, dass der Akku des Handys leer war. Trotzdem konnte das Paar schließlich noch die geplante Heimreise antreten.
BM/dpa