In unserem Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 9. Oktober 2022.

Oberhavel: Spaziergänger von freilaufenden Hunden schwer verletzt

Ein 81 Jahre alter Spaziergänger ist in einem Waldgebiet in Hohen Neuendorf im Landkreis Oberhavel von zwei freilaufenden Hunden angegriffen und schwer verletzt worden. Die beiden nicht angeleinten Hunde sprangen den Spaziergänger bei dem Vorfall am Sonnabend an und verbissen sich in seine Unterarme, wie die Polizei am Sonntag berichtete. Dabei habe der Mann deutliche Verletzungen erlitten.

Die 68 Jahre alte Hundehalterin habe die Tiere nicht von dem Angriff zurückgehalten und habe sich nach einem kurzen Gespräch mit dem 81-Jährigen entfernt, so die Polizei. Die Frau konnte kurz darauf von Polizeibeamten ermittelt werden. Gegen die Hundehalterin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Heringsdorf: Döner-Lieferant ausgeraubt – Verdächtige in Großraum Berlin gefasst

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ermittelt gegen zwei Männer, die sich als Polizisten ausgegeben und einen Döner-Lieferanten auf der Insel Usedom ausgeraubt haben sollen. Wie ein Polizeisprecher sagte, soll sich der Überfall am Freitag bei Heringsdorf (Vorpommern-Greifswald) ereignet haben. Der 35-jährige Fahrer gab an, dass er durch die angeblichen Beamten für eine Verkehrskontrolle gestoppt wurde. Sie hätten ihn gezwungen, den Laderaum zu öffnen, ihm Handschellen angelegt und aus dem Auto mehrere tausend Euro Bargeld und Papiere gestohlen. Danach sollen sie geflohen sein.

Laut Polizei wurden die Tatverdächtigen inzwischen im Großraum Berlin bei einer Fahndung gefasst. In ihrem Wagen sei eine größere Menge Bargeld, die der Beute entsprach, und weitere Beweismittel beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft habe Haftbefehle gegen die Verdächtigen beantragt. Der 29-Jährige sei bereits wegen anderer Straftaten der Polizei bekannt. Geprüft wird auch, ob es einen Zusammenhang mit ähnlichen Fällen aus der Vergangenheit gibt. So wurde bei Neustrelitz auf der B 198 vor längerer Zeit ein ähnlicher Vorfall bekannt, der bisher nicht aufgeklärt werden konnte.

Karlshorst: Ohne Führerschein und unter Drogen – Mann liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei

Ein polizeibekannter Mann hat sich in der vergangenen Nacht in Karlshorst (Lichtenberg) eine Verfolgungsjagd mit Polizisten geliefert. Den Beamten war der 41 Jahre alte Skoda-Fahrer an der Weitlingstraße aufgefallen, weil er ohne Licht fuhr. Ein Polizist habe den Mann zudem von früheren Einsätzen wiedererkannt. Daraufhin entschieden die Einsatzkräfte sich, den Wagen zu stoppen. Der Fahrer gab jedoch Gas und raste davon. Nach Polizeiangaben missachtete er während seiner Flucht mehrere rote Ampeln. Bei einem Wendemanöver beschädigte er ein Polizeiauto. Zudem fuhr er an der Treskowallee/Rheinsteinstraße über eine Baustelle. Erst mit Hilfe einer Fahrzeugsperre an der Treskowallee/Waldowallee konnte seine Flucht gestoppt werden. Der 41-Jährige hatte abbremsen müssen, um die Sperre zu umfahren. Dabei konnte er von mehreren Polizeifahrzeugen umstellt werden.

Bei der Festnahme leistete der 41-Jährige erheblichen Widerstand. Ein Polizist setzte sein Pfefferspray ein, um den Mann aus dem Wagen ziehen und festnehmen zu können. Auch außerhalb des Skoda leistete der mutmaßlich unter Drogen stehende Mann weiterhin Widerstand. Erst als ihm die Handfessel angelegt wurde, beruhigte er sich. Weil er über Schmerzen klagte, wurde ein Rettungswagen hinzugerufen und der Festgenommene am Ort untersucht. Eine Behandlung war nach Polizeiangaben nicht notwendig.

Der Mann hatte keine gültige Fahrerlaubnis. Bereits einige Tage zuvor war er wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis erwischt worden. In einem Polizeigewahrsam wurde ihm Blut abgenommen. Danach konnte er gehen. Der Skoda wurde als Tatmittel beschlagnahmt. Es entstand an drei Fahrzeugen teilweise erheblicher Sachschaden. Die Ermittlungen wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, einer Straßenverkehrsgefährdung, Widerstands und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln dauern an.

Charlottenburg: Rassistischer Angriff an Bushaltestelle

Ein Mann ist am Sonnabend in Charlottenburg geschlagen und beschimpft worden. Nach Angaben des 27-Jährigen aus Bangladesch war er gegen 21.40 Uhr am Kurfürstendamm/Joachimsthaler Straße mit einem Mann aus dem Bus der Linie M19 gestiegen. Der 39-Jährige habe ihn plötzlich geschubst. Danach habe er ihn zunächst mit der flachen Hand und dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der betrunkene 39-Jährige soll den Mann dabei rassistisch beschimpft haben. Er soll ihn als „Ausländer“ bepöbelt haben, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.

Polizisten konnten den Verdächtigen in der Nähe festnehmen. Er bestritt die Vorwürfe, teilte die Polizei am Sonntag mit. Eine freiwillige Atemalkoholmessung ergab einen Wert von rund 2,3 Promille. Nach einer Blutentnahme in einem Polizeigewahrsam wurde er wieder entlassen. Die Ermittlungen gegen ihn wegen des Verdachts einer Körperverletzung dauern an und werden beim Staatsschutz geführt. Der 27-Jährige verzichtete auf eine ärztliche Behandlung.

Spree-Neiße: Polizisten retten verirrte Pilzsucher aus dem Wald

Polizisten haben ein betagtes Ehepaar gerettet, das sich beim Pilzsuchen in einem Wald bei Döbern im Landkreis Spree-Neiße verirrt hatte. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, ging am Sonnabend ein Hilferuf des 82 Jahre alten Ehemannes ein, der mit seiner Frau nicht mehr den Weg aus dem Wald zum Auto fand. Danach habe sich auch noch das Ehepaar gegenseitig aus den Augen verloren, hieß es. Polizeibeamte hätten die beiden Pilzsammler jedoch noch vor der Dunkelheit aufspüren und aus dem Wald lotsen können.

Neukölln: E-Scooter-Fahrer fährt gegen Autotür

Ein Mann ist am Sonnabend bei einem Unfall in Neukölln schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war der 54 Jahre alte E-Scooter-Fahrer gegen 21.40 Uhr auf der Hermannstraße gegen eine Autotür geprallt, die von einem 32-Jährigen geöffnet worden war. Der 54-Jährige stürzte. Nach Polizeiangaben war er nach dem Sturz nicht ansprechbar. Rettungskräfte brachten den Verletzten in ein Krankenhaus.

Marienfelde: Reifen eines Transporters angezündet

Ein Fahrzeug hat in der vergangenen Nacht in Marienfelde (Tempelhof-Schöneberg) gebrannt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatten Zeugen gegen 23.10 Uhr Rauch an einem Transporter an der Motzener Straße/Poleigrund bemerkt. Sie löschten den qualmenden Reifen mit einem kleinen Feuerlöscher. Die Feuerwehr musste nicht mehr tätig werden. Der Reifen des Fahrzeugs war geplatzt. Es wurden keine Personen verletzt. Die Polizei ermittelt.

Teltow-Fläming: Streit in Wohnheim - 22-Jähriger durch Messerstiche schwer verletzt

Bei einem Streit zwischen zwei Männern in einem von rumänischen Arbeitern genutzten Wohnheim in Zossen im Landkreis Teltow-Fläming ist ein 22-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Der junge Mann habe im Verlauf des Streits am späten Sonnabend einen Messerstich in den Bauch erlitten, berichtete die Polizei am Sonntag. Der Verletzte sei nach einer Notoperation im Krankenhaus außer Lebensgefahr. Die Polizei konnte im Umfeld des Tatorts einen 47 Jahre alten Tatverdächtigen vorläufig festnehmen. Der genaue Tathergang müsse noch ermittelt werden, so die Polizei.

Neu-Hohenschönhausen: Erneut brennen Keller

In Neu-Hohenschönhausen brannten erneut Keller.
In Neu-Hohenschönhausen brannten erneut Keller. © Pudwell

Erneut hat es in einem Keller in Neu-Hohenschönhausen (Lichtenberg) gebrannt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatte ein Bewohner der Zingster Straße gegen 5.20 Uhr ein lautes Geräusch gehört. Als er aus dem Fenster schaute, sah er dann Rauch aus dem Keller aufsteigen. Die Feuerwehr, die mit 50 Kräften im Einsatz war, löschte einen in Vollbrand stehenden Kellerverschlag. Durch den Brand wurden Versorgungsleitungen des Hauses teilweise unterbrochen. Es wurden keine Personen verletzt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung dauern an.

Seit geraumer Zeit zünden ein oder mehrere bis jetzt unbekannte Täter vorwiegend Kellerverschläge in der Gegend an. Auch in Staaken (Spandau) kommt es immer wieder zu Brandstiftungen in Hochhäusern.

Adlershof: Rollcontainer einer Wäscherei brennen

Die Feuerwehr löschte brennende Rollcontainer.
Die Feuerwehr löschte brennende Rollcontainer. © Pudwell

In einer Wäscherei an der Rudower Chaussee in Adlershof (Treptow-Köpenick) ist am Sonnabend ein Feuer ausgebrochen. Wie die Feuerwehr am Abend auf Twitter mitteilte, brannten 20 Rollcontainer mit Textilien. Die Einsatzkräfte konnten eine Ausbreitung der Flammen verhindern. Es waren 81 Feuerwehrleute vor Ort. Nach Angaben der Behörde wurden keine Personen verletzt. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

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Die Brandreste liegen auf dem Boden.
Die Brandreste liegen auf dem Boden. © Peise

Bahn-Chaos: Ermittler suchen nach den Tätern

Arbeiter arbeiten an einer Schienenstrecke der Deutschen Bahn in der Nähe vom S-Bahnhof Hohenschönhausen an Kabeln. Die Bahn wurde Opfer eines gezielten Angriffs. Es handelt sich um Sabotage, das machten erst das Unternehmen selbst und wenig später auch Bundesverkehrsminister Wissing öffentlich.
Arbeiter arbeiten an einer Schienenstrecke der Deutschen Bahn in der Nähe vom S-Bahnhof Hohenschönhausen an Kabeln. Die Bahn wurde Opfer eines gezielten Angriffs. Es handelt sich um Sabotage, das machten erst das Unternehmen selbst und wenig später auch Bundesverkehrsminister Wissing öffentlich. © dpa

Stundenlang ging am Samstag auf den Schienen im Norden nichts mehr. Der Grund: Unbekannte hatten wichtige Kommunikationskabel zerstört. Nun sucht die Polizei nach den Tätern. Die Ermittlungen würden dabei in alle Richtungen geführt, erklärte die Bundespolizei. Am Abend wurden die Ermittlungen dann an das Landeskriminalamt in Berlin übergeben, wie Sprecher der Bundespolizei und des Berliner Lagezentrums am frühen Sonntagmorgen bestätigten. Mehr darüber lesen Sie hier.