In unserem Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin vom Sonnabend, 10. September 2022.

Mitte: Polizist bei Angriff schwer verletzt

Ein Berliner Polizist ist durch einen Angriff in Mitte schwer verletzt worden. Seine Schulter wurde bei der Auseinandersetzung am Freitagabend am Alexanderplatz ausgekugelt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zwei Polizisten bemerkten eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern nahe dem Fernsehturm. Ein Polizist zog einen 29-jährigen Angreifer weg und nahm ihn fest.

Der zweite Mann und ein weiterer Mann im Alter von 35 Jahren griffen den Polizisten mit Faustschlägen an und versuchten, den Festgenommenen zu befreien. Der zweite Mann zog dabei den Arm des Polizisten so stark nach hinten, dass das Schultergelenk ausgekugelt wurde. Weitere Polizisten nahmen die drei angetrunkenen Verdächtigen fest, wobei diese heftigen Widerstand leisteten und einen weiteren Beamten leicht verletzten. Der schwer verletzte Polizist wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Friedrichshain: Taschendiebinnen bestehlen 84-Jährige in Supermarkt

Polizisten haben am Freitagvormittag in Friedrichshain zwei Taschendiebinnen festgenommen. Ein Ladendetektiv eines Supermarktes an der Landsberger Allee beobachtete gegen 12 Uhr, wie die beiden Frauen einer Frau, die auf einem Rollator saß, die Geldbörse wegnahmen und rief die Polizei. Bisherigen Erkenntnissen zufolge soll die jüngere der beiden später Festgenommenen die 84-Jährige mit einem Gespräch abgelenkt haben, während ihre Komplizin das Portemonnaie der Seniorin aus einem Beutel, der an der Gehhilfe hing, entwendete. Einsatzkräfte nahmen die beiden 19 und 35 Jahre alten Frauen fest und brachten sie in einen Polizeigewahrsam, wo sie der Fachabteilung für Taschendiebstahl beim Landeskriminalamt übergeben wurden.

Kreuzberg: Mann durch Messerstich in den Bauch schwer verletzt

Ein 27-jähriger Mann ist in Kreuzberg von einem anderen Mann mit einem Messer angegriffen und in den Bauch gestochen worden. Dabei wurde er am Freitagmorgen in der Wrangelstraße schwer verletzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Der Täter flüchtete unerkannt. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht. In der Wrangelstraße und der Umgebung des nahe gelegenen Görlitzer Parks sind viele Drogenhändler unterwegs. Immer wieder kommt es zu Streitereien und auch gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Verletzten.

Johannisthal: Transporter aufgebrochen und Werkzeug gestohlen

Polizisten haben in der Nacht zu Sonnabend einen Mann in Johannisthal festgenommen. Gegen 23.30 Uhr alarmierte ein Zeuge die Polizei zur Springbornstraße, nachdem er aus einem Fenster seiner Wohnung sah, wie ein Mann die Seitentür eines Transporters aufbrach und aus dem Wagen mehrere Gegenstände stahl. Diese lud der noch Unbekannte in einen in der Nähe geparkten VW. Während der Tat soll ein Komplize in der Nähe gestanden und die Umgebung beobachtet haben. Nach dem Verladen stieg der Mann in den geparkten VW, während sein mutmaßlicher Mittäter in einen Audi stieg. Beide fuhren anschließend mit ihren jeweiligen Fahrzeugen auf der Springbornstraße in Richtung Lindhorstweg.

Während eingetroffene Fahnder zweier Polizeiabschnitte den VW auf der Engelhardstraße anhielten und den 23-jährigen, alkoholisierten Fahrer festnahmen, gelang dem Komplizen mit dem Audi die Flucht. Im Kofferraum des VW fanden die Einsatzkräfte mehrere Werkzeuge, die aus dem Transporter stammten. Eine Atemalkoholmessung des Tatverdächtigen ergab einen Wert von ungefähr 0,8 Promille. Darüber hinaus ist er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und der Wagen für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen. Nach der Messung des Atemalkohols brachten die Einsatzkräfte den Tatverdächtigen in einen Polizeigewahrsam, wo er nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung der Kriminalpolizei überstellt wurde.

Tiergarten: Mann behindert Rettungskräfte

Am Rande einer ständigen Demonstration im Tiergarten hat ein 30-jähriger Mann einen Hilfseinsatz von Sanitätern behindert und sich dann mit der Polizei angelegt. Am Freitagnachmittag wurde die Feuerwehr zur John-Foster-Dulles-Allee nahe dem Haus der Kulturen der Welt gerufen, weil ein Teilnehmer des sogenannten Friedenscamps linker Gruppen und Initiativen über Schmerzen in der Brust klagte, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Während die Sanitäter den Mann versorgten, stellte sich laut Polizei ein Störer aus der Demonstration an die Tür des Rettungswagens und rief immer wieder dazwischen. Um die Tür zu schließen, mussten die Sanitäter die Polizei rufen. Eine Menschenmenge protestierte dagegen, erst weitere Polizisten hätten die Situation beruhigen können, hieß es. Als der Störer seine Personalien mitteilen sollte, flüchtete er, wurde aber nach einer kurzen Verfolgung gefasst.

Hausbrände in Friedrichshain und Staaken

In der Nacht haben in Berlin Wohnhäuser gebrannt. Menschen wurden nicht verletzt, wie die Feuerwehr am Sonnabend mitteilte. In einer Wohnung im vierten Obergeschoss eines fünfgeschossigen Hinterhauses in der Schreinerstraße in Friedrichshain hatte am Freitagabend die Einrichtung Feuer gefangen. Die Ursache des Brandes war zunächst noch unklar. Ebenfalls aus ungeklärter Ursache brannten am Freitagabend in der Maulbeerallee in Staaken Gegenstände im Kellerverschlag eines Wohnhauses.

Gesundbrunnen: Mann bei Streit mit Messer verletzt

Unbekannte sollen einen Mann in Gesundbrunnen geschlagen, getreten und schwer verletzt haben. Der 32-Jährige und die Dreiergruppe gerieten am Freitagnachmittag auf einem Spielplatz aneinander, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen sie ihn während des Streits gegen den Kopf geschlagen, getreten und mit einem Messer am Oberschenkel schwer verletzt haben. Die Angreifen sollen auch sein Handy gestohlen haben.

Anschließend flüchtete die Gruppe. Ein Fußgänger versorgte den Mann, bis die alarmierten Rettungskräfte eintrafen. Der Schwerverletzte schwebte den Angaben zufolge kurzzeitig in Lebensgefahr, weil er viel Blut verlor. Er kam zur Notoperation in ein Krankenhaus. Der Grund für den Streit war zunächst unklar.

Neukölln: Auto angezündet

In Britz brannte am Sonnabendmorgen ein Fahrzeug. Ein Anwohner rief die Feuerwehr gegen 3.20 Uhr zum Sangerhauser Weg, nachdem er auf einem Parkplatz ein brennendes Auto festgestellt hatte. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer. Verletzt wurde niemand. Der Wagen brannte vollständig aus. Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung führt ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt.

Mitte: Trio beraubt Jugendlichen in Park

In einer Parkanlage in Mitte ist in der vergangenen Nacht ein Jugendlicher beraubt und verletzt worden. Bisherigen Erkenntnissen zufolge soll der 16-Jährige gegen 2.35 Uhr im Volkspark am Weinbergsweg von Unbekannten bedrängt worden sein. Einer des Trios soll dem Jugendlichen mutmaßlich mit dem Griffstück eines Messers ins Gesicht geschlagen haben, wodurch der 16-Jährige verletzt wurde. Anschließend sollen die Täter die Tasche und eine Musikbox des Jugendlichen gestohlen haben. Danach flüchteten sie in Richtung Eberswalder Straße. Rettungskräfte brachten den Verletzten zur Behandlung seiner Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus, das er anschließend wieder verlassen konnte.