In unserem Blaulicht-Blog finden Sie die Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin vom Sonntag, 4. September 2022.
Reinickendorf: 29-Jähriger tritt Polizisten gegen den Kopf
Bei einem Einsatz in der Nacht zu Sonntag im Märkischen Viertel hat ein Mann Polizisten angegriffen und sie verletzt. Wie die Polizei mitteilte, alarmierte eine 27-Jährige kurz vor 3 Uhr die Polizei zu ihrer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses am Senftenberger Ring. Dort wies sie auf einen Mann, der sich unberechtigt auf ihrem Balkon aufhielt. Die Einsatzkräfte forderten den 29-Jährigen auf, die Wohnung zu verlassen. Dies verweigerte er jedoch, woraufhin weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung hinzugerufen wurden. Als diese am Ort eintrafen, rannte der Mann aus der Wohnung. Im Haus traf er dabei auf die Unterstützungskräfte, die er attackierte. Dabei stieß er einen Polizisten zu Boden und trat diesem mehrfach gegen den Kopf. Erst durch den Einsatz von Reizstoff und Mehrzweckstock konnte der Angriff beendet und der Tatverdächtige festgenommen werden. Der Polizist erlitt Kopfverletzungen, die in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Er konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Ebenfalls erlitt ein weiterer Polizeibeamter leichte Verletzungen an einem Arm, der jedoch im Dienst verblieb. Durch den Reizstoffeinsatz erlitt der Tatverdächtige Augenreizungen, die von Rettungskräften behandelt wurden. Anschließend brachten weitere Einsatzkräfte den aggressiven Mann in einen Polizeigewahrsam, in welchem eine erkennungsdienstliche Behandlung und eine Blutentnahme durchgeführt wurden. Nach Beendigung der Maßnahmen wurde er später wieder aus dem Gewahrsam entlassen. Er muss sich nun wegen des Verdachts des Hausfriedensbruches, der Körperverletzung sowie des tätlichen Angriffes auf Vollstreckungsbeamte verantworten.
Charlottenburg: Unfall an der Kantstraße - Fahrer von Polizeiauto erfasst
An der Kant- Ecke Leibnizstraße in Charlottenburg hat sich am späten Sonntagnachmittag ein Unfall ereignet. Laut einer Augenzeugin wollte der Fahrer des Unfallwagens zu Fuß flüchten und wurde dann selbst von einem Polizeiauto erfasst. Ein Sprecher der Polizei bestätigte den Unfall. Der Mann habe eine Kopfplatzwunde erlitten und sei dann in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Vor Ort ergab sich der Verdacht, dass die Person zuvor eine Straftat begangenen hat, so der Sprecher weiter. Die Kreuzung war zwischenzeitlich gesperrt.
Weißensee: Fahrzeuge gehen in Flammen auf
In der Lindenstraße in Weißensee gingen in der Nacht zu Sonntag mehrere Fahrzeuge – zwei Opel, ein Skoda und ein BMW – in Flammen auf. Die Feuerwehr löschte die Fahrzeuge, konnte ein Ausbrennen jedoch nicht mehr verhindern. Ein Wohnmobil wurde durch die starke Hitze in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt wurden vier Fahrzeuge beschädigt. Ein Brandkommissariat der Berliner Polizei ermittelt. Derzeit wird von Brandstiftung ausgegangen. Eine Zeugin hatte an einem der Fahrzeuge mehrere Jugendliche bemerkt, die kurz nach Ausbruch der Brände flüchteten.
Lichtenberg: Mann tötet Frau – Polizei setzt Waffe ein
In Lichtenberg hat am Sonntagvormittag ein Mann eine Frau getötet. Bei dem Einsatz an der Löwenberger Straße machten die Beamten Gebrauch von der Schusswaffe. Der mutmaßliche Täter ist tot. Mehr über den Einsatz lesen Sie hier.
Steglitz: Diplomaten-Auto angezündet
Unbekannte haben am frühen Sonntagmorgen den Wagen eines Diplomaten in der Margaretenstraße in Lichterfelde (Steglitz) angezündet. Als Polizisten eintrafen, hatten die Flammen bereits auf einen davor geparkten Renault übergegriffen. Feuerwehrleute löschten die Brände.
Friedrichsfelde: Anwohner alarmieren Feuerwehr wegen Reizungen
Am Sonnabendabend alarmierten Anwohner am Rosenfelder Ring in Friedrichsfelde (Lichtenberg) die Feuerwehr. Sie hatten im Treppenhaus Reizungen in Augen und Atemwegen bekommen. Unbekannte sollten dort Reizgas versprüht haben. Nachdem die Feuerwehr das Gebäude belüftete, ermittelt nun die Polizei.
Hohenschönhausen: Balkon brennt
In der Nacht zu Sonntag brannte es auf einem Balkon in der Grevesmühlener Straße in Hohenschönhausen. Die Feuerwehr löschte den Brand schnell. Es wurde niemand verletzt.
Lichtenberg: Quartett versucht in Wohnwagen einzubrechen
Ein Mann beobachtete am Sonntagnachmittag, wie sich ein Mann und eine Jugendliche in Alt-Hohenschönhausen (Lichtenberg) einem Wohnwagen näherten. Die Frau blieb vor dem Wohnwagen stehen, der Mann ging dahinter. Weil er nicht wieder hervorkam, ging der Beobachter zum Wohnwagen, denn es war seiner. Kurz bevor er ankam, rief die junge Frau in den Wohnwagen hinein. Der Mann kam heraus und floh in Richtung eines nahegelegenen Friedhofs. Die Jugendliche setzte sich in Richtung Weißenseer Weg ab. Sie wurde von Passanten festgehalten. Derweil stiegen aus einem Auto, mit dem die Tatverdächtigen gekommen waren, zwei weitere Frauen aus. Eine floh mit einem Kinderwagen, die andere (27) wurde vom Wohnwagenbesitzer festgehalten. Polizisten nahmen die Jugendliche und die 27-Jährige fest. Sie konnten später wieder ihrer Wege gehen. Das Auto, mit dem die Tatverdächtigen angekommen waren, wurde beschlagnahmt.
Spandau: Transporter brennt aus – mehrere weitere Autos beschädigt
In der Nacht zu Sonntag brannte an der Kreuzung Predigergarten, Ecke Kirchhofstraße in Spandau ein Transporter. Die Flammen setzten auch einen Pkw, der davor stand, in Brand. Die Feuerwehr löschte beide Fahrzeuge. Von der Hitze wurden drei weitere Autos beschädigt. Der Transporter war am Freitag in Brandenburg gestohlen worden.
Dortmund: Bundespolizisten nehmen 32-Jährigen aus Berlin fest
Am Freitagnachmittag haben Bundespolizisten einen Mann aus Berlin kontrolliert. Er war mit einem verbotenen Einhandmesser bewaffnet, wurde gesucht und hatte eine Kreditkarte und einen Personalausweis einer anderen Person bei sich. Woher er sie hatte, wollte er nicht sagen. Das Landgericht Berlin hatte nach dem Mann gesucht. Der 32-Jährige war wegen mehrfachen Computerbetruges zur Festnahme ausgeschrieben.
Anschlusstelle Brück: Zwei Schwerverletzte bei Unfall auf A9 Richtung Berlin
Bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 9 Richtung Berlin sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam ein 82-jähriger Autofahrer am Samstag nahe der Anschlusstelle Brück (Potsdam-Mittelmark) aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einer Schutzplanke. In Folge dessen wurde das Fahrzeug nach links an die Mittelschutzplanke geschleudert. Der Fahrer wurde im Auto eingeklemmt und erlitt schwere Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in ein umliegendes Krankenhaus. Seine 73-jährige Beifahrerin wurde ebenfalls schwer verletzt in eine Klinik gebracht. Die Richtungsfahrbahn war für Bergungsarbeiten mehrere Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde von der Autobahn abgeleitet.
Wusterhausen/Dosse: Unfall mit vier Schwerverletzten
Bei einem Verkehrsunfall im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sind vier Männer schwer verletzt worden und schweben in Lebensgefahr. Nach Angaben der Polizei fuhr der 19-jährige Fahrer am Sonntagmorgen auf der Segeletzer Straße der Gemeinde Wusterhausen/Dosse, als er aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam und sich der Wagen überschlug.
Das Auto war neben dem Fahrer mit vier weiteren jungen Männern im Alter zwischen 16 und 19 Jahren besetzt. Durch den Überschlag verletzten sich vier der Insassen schwer - einer leicht. Ein Rettungshubschrauber brachte die vier Schwerverletzten in ein Krankenhaus. Laut Polizei schweben sie in Lebensgefahr. Wie es zu dem Unfall kam, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar. Die Polizei ermittelt.
Prignitz: Verletzter bei Scheunenbrand
Ein Scheunenbrand in Kletzke (Landkreis Prignitz) hat am Samstag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Ein Mensch wurde bei dem Feuer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Sie ermittelt nach eigenen Angaben wegen des Verdachts der Brandstiftung. Das Feuer erfasste demnach die gesamte Scheune, griff anschließend auf ein Nachbargrundstück über und beschädigte dort das Wohnhaus. Zudem wurden zwei Autos und zwei Straßenbäume durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen. Der Grundstückseigentümer, der versuchte, das Feuer selbst zu löschen, zog sich dabei Verbrennungen an beiden Armen zu und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Den Gesamtschaden schätzte die Polizei auf 150.000 Euro.
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BM/dpa