Prenzlauer Berg

Radfahrerin von Lkw überrollt - Mahnwache am Mittwoch

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Ermittler am Unfallort an der Friedenstraße in Prenzlauer Berg.

Ermittler am Unfallort an der Friedenstraße in Prenzlauer Berg.

Foto: Thomas Peise

Eine 58-Jährige ist bei einem Unfall in Prenzlauer Berg ums Leben gekommen. Am Mittwoch gibt es eine Mahnwache an der Unfallstelle.

Berlin. Bei einem Unfall in Prenzlauer Berg ist am Dienstagvormittag eine 58 Jahre alte Radfahrerin ums Leben gekommen. Wie die Berliner Polizei mitteilte, war die 58-Jährige gegen 9.50 Uhr mit ihrem Fahrrad auf der Straße Am Friedrichshain in Richtung Greifswalder Straße unterwegs.

Kurz vor der Kreuzung Greifswalder Straße kam es aus noch ungeklärter Ursache zu einer Berührung mit einem Lkw, der in gleicher Richtung fuhr. Im weiteren Verlauf wurde die Radfahrerin von der Sattelzugmaschine überfahren. Sie verstarb noch am Unfallort.

Der 52 Jahre alte Lkw-Fahrer und zwei Zeugen standen so stark unter dem Einfluss des Geschehens, dass sie zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Der Unfalldienst der Polizei ermittelt. Die Sperrung der Unfallstelle dauerte bis gegen 15 Uhr an.

Verkehrsinitiative: Bereits drei tödliche Unfälle am selben Verkehrsknoten

Die Initiative Changing Cities machte am Dienstag darauf aufmerksam, dass es sich in diesem Jahr bereits um den dritten tödlichen Unfall in diesem Bereich handele. Eine 38 Jahre alte Radfahrerin war im Mai auf der Greifswalder Straße von einem Betonmischer erfasst worden. Sie starb zwei Wochen später im Krankenhaus. Im Oktober war ein Jogger auf der Greifswalder Straße ums Leben gekommen, nachdem er von einem Motorrad angefahren worden war.

Die Initiative machte die mangelhafte Infrastruktur für die tödlichen Unfälle verantwortlich. "Auf diesem Knoten, die aus insgesamt 21 sich kreuzenden Autospuren besteht, ist keine geschützte Infrastruktur für ungeschützte Verkehrsteilnehmende vorgesehen. Radfahrende haben nur aufgemalte Streifen, die sie von den schnellen abbiegenden Autos separieren sollen, anstatt sie zu schützen, und das nicht mal überall", hieß es. An der Stelle sei ausreichend Platz für einen geschützten Radstreifen.

Laut Changing Cities gab es mit Unfall von Dienstag in diesem Jahr bereits zehn bei Unfällen gestorbene Radfahrer und Radfahrerinnen in Berlin. Der getöteten 58-Jährigen soll am Mittwoch, 17.30 Uhr, an der Unfallstelle Am Friedrichshain/Friedenstraße bei einer Mahnwache gedacht werden.

( BM )