„Sing meinen Song“

Yvonne Catterfeld meldet sich mit Vox-Show zurück

Knapp ein Jahr nach der Geburt ihres Sohns meldet sich Yvonne Catterfeld mit mehreren Projekten zurück. Ab dem 19. Mai ist sie in der Vox-Show „Sing meinen Song“ von Xavier Naidoo zu sehen.

Foto: Jörg Krauthoefer

Knapp ein Jahr nach der Geburt ihres Sohns Charlie meldet sich Yvonne Catterfeld gleich mit mehreren Projekten zurück. Ab dem 19. Mai ist sie in der zweiten Staffel der Vox-Show „Sing meinen Song“ von Xavier Naidoo zu sehen, an der Seite von Götz Schubert dreht sie im Sommer den Krimi „Wolfsland“ und mit ihrer Rolle in „The Trapp Family – A Life of Music“ spielt sie sogar in einer internationale Produktion mit. Wie sie Beruf und Familie unter einen Hut bekommt, verrät die Sängerin und Schauspielerin, die mit ihrem Lebensgefährten Oliver Wnuk in Berlin lebt, im Interview.

Berliner Morgenpost: „Sing meinen Song“ hat Sie nach Südafrika geführt. Ist das Vergnügen oder Arbeit?

Yvonne Catterfeld: Vor allem war es, neben der Arbeit, ein großer Spaß. Es war großartig mit den anderen. Von Südafrika selbst haben wir jedoch eigentlich nichts weiter gesehen, aber das war ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Und es war natürlich schön, meinen Freund und meinen Sohn dabei zu haben.

Also kein Stress mit Familie und Beruf?

Einige Monate vor „Sing meinen Song“ stand ich noch für „Die Pfeiler der Macht“ in Irland vor der Kamera. Bisher ließ sich alles wunderbar vereinen, und ich hatte Zeit für meine Familie.

Sie sind jetzt wieder in den Medien.

Ich hatte eigentlich nicht vor, so schnell wieder in der Öffentlichkeit zu stehen. Man überlegt eben ganz genau, wofür man gerne zur Verfügung stehen möchte. Und da gab es im vergangenen Jahr wie auch dieses ein paar schöne Projekte, die in mir große Begeisterung ausgelöst haben wie „Sing meinen Song“ oder den Film „Die Pfeiler der Macht“, basierend auf dem Roman von Ken Follett.

Kannten Sie Künstler von „Sing meinen Song“ schon vorher?

Andreas Bourani zum Beispiel habe ich bei einem Philipp-Poisel-Konzert kennengelernt. Er ist ein toller Typ und ein guter Musiker. Es sind wahnsinnige Emotionen, die er transportiert. Als ich hörte, dass die Prinzen mitmachen, habe ich Luftsprünge gemacht. Sie bringen eine gute Note an Humor mit hinein. Mit Christina Stürmer habe ich mich auf Anhieb gut verstanden. Und mit Xavier habe ich schon zusammengearbeitet. Er hat insgesamt drei Songs für mich geschrieben.

Sind sich die Künstler bei so enger Zusammenarbeit auch auf die Nerven gegangen?

Natürlich bedeuteten diese Produktionstage auch Stress und an einem Abend hatten wir alle eine dünne Haut, aber wir haben uns die ganze Zeit unglaublich gut verstanden und hatten sogar sehr viel Spaß!

Welcher war der schönste Moment für Sie während dieser Produktion?

Xavier hat mich mit jedem Auftritt und mit jeder seiner starken Gesangsleistungen und Versionen immer wieder überrascht. Leider kann ich noch nicht so viel verraten, aber so viel vorab: Xavier hat etwas sehr Unerwartetes getan, und damit hat er uns allen so aus dem Herzen gesprochen. Ich glaube, das war auch für mich persönlich ein sehr emotionaler Moment.

Sind Sie alle Freunde geworden?

Freundschaft wächst über Jahre, aber ich glaube, dass sich daraus Freundschaften ergeben haben und werden. Doch was wir schon jetzt haben, ist eine gemeinsame, sehr lustige Chatgruppe. Und zuletzt habe ich mit Daniel telefoniert und mit Christina Kontakt gehabt. Ich kann durchaus sagen, dass ich jeden einzelnen ins Herz geschlossen habe.

Haben Sie die erste Staffel der Show geguckt?

Ja, ich bin da im vergangenen Jahr immer wieder hängen geblieben, wenn ich Zeit hatte. Es geht da tatsächlich um die Musik und damit um Emotionen.

Wie waren Ihre eigenen Proben?

Für mich war es erst ein sehr neues, ungewohntes Gefühl. Ich habe lange nicht mehr mit einer so großen Band gespielt. Bei manchen Songs bin ich anfangs leicht verzweifelt (lacht). Vor allem kommt es auf die richtige Haltung an, die man in den Songs einnimmt – es ist viel schwieriger einen deutschen als einen englischen Song zu singen. Aber hier kann ich musikalisch das machen, was ich schon immer wollte. Das ist einzigartig.

Ihr Sohn Charlie ist erst ein Jahr alt. Wie hat er den Langstreckenflug verkraftet?

Er liebt das Fliegen, schon vor Südafrika ist er mit uns gereist. Natürlich geben Oliver und ich uns jede Menge Mühe mit entsprechendem Entertainment für ihn – Spiele und Musik zum Beispiel. Er macht es uns sehr leicht zu reisen, aber auch unserer Arbeit nachgehen zu können.

Haben Sie spezielle Lieder, die Sie ihm in der Schwangerschaft vorgesungen haben?

Na klar. Vor allem englische Lieder, die mir immer schon was bedeutet haben. Zum Beispiel „His Eyes on the Sparrow“ – ein Gospel, mit dem man Lauryn Hill das erste Mal gehört hat.

Im Sommer werden Sie für die ARD zur Ermittlerin.

Darauf freue ich mich sehr. Mit Götz Schubert drehe ich den Krimi „Wolfsland“ in Görlitz. Wir spielen zwei Kripo-Ermittler. Eine spannende Geschichte in einer tollen Gegend im Grenzgebiet von Deutschland, Polen und Tschechien.

Dann wird es also nichts mit Sommerurlaub dieses Jahr?

Wir sind soviel verreist, da braucht es erst mal keinen Sommerurlaub. Und Berlin ist im Sommer ja auch sehr lebenswert.

Wie war die Zusammenarbeit mit Vanessa Redgrave in „The Trapp Family?

Ich spiele die Rolle der Maria von Trapp, die bereits von Julie Andrews in „The Sound of Music“ gespielt wurde. Allerdings erzählt unser Film die wahre Geschichte und diese aus Sicht der Agathe von Trapp. Da die gealterte Agathe von Vanessa Redgrave gespielt wird, habe ich leider keine Szenen mit ihr zusammen. Jedoch sind Eliza Bennett und Matthew Macfadyen ganz wunderbare Kollegen. Ich kannte beide aus einigen Filmen, und es ist so schön, sie privat zu erleben.