Hörspielverfilmung

„Bibi und Tina“ verzaubern Berlin bei Filmpremiere im Zoo Palast

Seit über 20 Jahren gibt es die Abenteuer von „Bibi und Tini“ als Hörspiel. Und seit diesem Jahr auch als Film. Die Premiere des zweiten Teils wollten in Berlin 1500 Zuschauer erleben.

Foto: Rainer Jensen / dpa

Ein „stürmische“ Premiere wurde versprochen, und die gab es auch. Während draußen der Wind tobte, stürmten am Sonnabend rund 1500 Besucher alle fünf Säle des Zoo Palasts. Etwa die Hälfte davon: Mädchen zwischen drei und zehn Jahren, die ungeduldig an den Ärmeln ihrer Eltern zupften.

Das erlebt selbst das altehrwürdige Kino am Hardenbergplatz nicht allzu oft. Doch die Hörspiele von Bibi und Tina, den zwei Freundinnen vom Reiterhof, deren Abenteuer fast so alt sind wie die deutsche Wiedervereinigung, verzaubern offenbar immer noch. Auch als Film.

Vielleicht ist es ja die Sache mit der Magie, Hexe Bibi Blocksberg („Hex, Hex!“) steht ihrem Kollegen Harry Potter in nichts nach. Oder die Musik, unter anderem komponiert von Rosenstolz-Songwriter Peter Plate, die aus dem Film fast schon ein Pop-Musical macht. Ein bisschen Nostalgie ist wohl auch dabei. Sie habe die Kassetten früher selbst gehört und an ihre Tochter weitergegeben, erzählt eine Besucherin.

Authentische Hauptdarstellerinnen

Schon der erste Film hatte im Frühjahr 1,3 Millionen Besucher angelockt. Ähnliches erhoffen sich die Macher jetzt von der Fortsetzung, „Bibi und Tina – Voll verhext“. Im Mittelpunkt die beiden Frontmädchen: Lisa Larissa Strahl (Bibi) und Lisa-Marie Koroll (Tina). An Authentizität mangelt es ihnen nicht. Seit den ersten Dreharbeiten sind die beiden auch im echten Leben beste Freundinnen.

„Durch den zweiten Film sind wir noch ein bisschen enger zusammen gerückt“, erzählt Koroll. Beide reiten auch im echten Leben, ihre Stücke im Film singen sie selbst.

Dritter Teil ist eine Option

In dem geht es um einen Diebstahl, ein dunkles Geheimnis und Bibis erste Liebe. Die Story sei ein bisschen komplexer, sagt Regisseur Detlev Buck. Für den 52-Jährigen, der als Kind auf einem Bauernhof aufwuchs, hat der Film natürlich eine besondere Note. „Draußen ist immer Abenteuer.“ Aktuell, so Buck zur Berliner Morgenpost, werde bereits über einen dritten Teil nachgedacht.

Am Sonnabend hatten auch rund 150 Kinderreporter der Morgenpost die Chance, die Hauptdarstellerinnen und Regisseur Buck bei einer Kinderpressekonferenz zu befragen. Eine Sonderseite mit den Fragen der Kinder, den Antworten der Stars und vielen Fotos wird am Dienstag, 23. Dezember, in der Berliner Morgenpost erscheinen.