Spenden

„Ein Herz für Kinder“ wird zur royalen Gala

| Lesedauer: 4 Minuten
Laura Fölmer und Annika Schönstädt

In Berlin wurde erneut die Spendengala „Ein Herz für Kinder“ gefeiert. Prominente spendeten für den guten Zweck. Mit dabei: James Blunt, Chris de Burgh und eine königliche Hoheit.

Auf den roten Teppichen Berlins gibt es immer wieder Prominente, denen es gelingt, nahezu majestätisch an den Fotografen vorbei zu schreiten. Bei der diesjährigen „Herz für Kinder“-Gala hatten es diese tatsächlich mal mit einer echten Hoheit zu tun. Um einen Preis für ihr soziales und humanitäres Engagement entgegen zu nehmen, war Königin Silvia von Schweden am Sonnabend in den Hangar 2 des Flughafens Tempelhof gekommen. „Kinder bedeuten alles. Die Spontaneität, die Kinder zeigen, ist wunderschön, und ich liebe Kinder“, hatte sie zuvor betont. „Ich sehe das Unrecht und frage mich natürlich: Wie kann ich helfen? Das Licht darauf zu lenken, ist eine Möglichkeit, die ich habe, und ich bin auch sehr glücklich, dass mich mein Mann dabei unterstützt.“ Die Laudatio auf die Königin hielt Familienministerin Manuela Schwesig: „Sie kennen die ganze Welt, und Ihr Herz kennt keine Grenzen. Sie sind eine Königin aller Kinder.“

Waren vergangenes Jahr mehr als 16 Millionen Euro Spenden gesammelt worden, wollten die Veranstalter diese Summe diesmal wieder übertreffen – und hatten dafür Prominente engagiert, die die Anrufe von Zuschauern entgegennahmen, unter ihnen waren Vertreter aus Gesellschaft, Politik und Showbusiness, unter anderen Schauspieler Ralf Moeller, sein Kollege Wolfgang Stumph und Ex-Eiskunstläuferin Katarina Witt. Doch nicht nur Königin Silvia wurde ausgezeichnet. Aus den USA angereist war der Sänger Harry Belafonte, der sich ebenfalls stark für soziale Belange engagiert.

Durch den Abend führte in diesem Jahr zum zweiten Mal Johannes B. Kerner. Der TV-Talkmaster begrüßte auch Gäste wie die ehemaligen Profisportlerinnen Regina Halmich und Maria Höfl-Riesch, sowie die Schauspielerinnen Anja Kling, Christine Neubauer, Désirée Nosbusch und Collien Ulmen-Fernandes. Über den roten Teppich liefen auch Bundestrainer Joachim Löw, Moderatorin Monica Lierhaus sowie der Boxer und Politiker Vitali Klitschko.

Manche brachten ihre Kinder gleich mit

Sein Herz für Kinder zeige sich vor allem dadurch, dass er mit seiner Frau Hellen selbst zwei Töchter mit großer Freunde großziehe und sich genau so oft von ihnen nerven lasse, verriet Marc Bator. Neben Kindern in Krisengebieten sei es wichtig, sich auch zu Hause zu engagieren. „Wir achten oft zu wenig darauf, was vor unserer eigenen Haustür passiert“, so der Nachrichtensprecher.

„Ich liebe Kinder, weil sie so offen und ehrlich sind“, sagte auch Kostja Ullmann. „Ich habe als Schüler ein Praktikum in einem Europakindergarten gemacht und danach viel als Babysitter gearbeitet.“ Für eigene Kinder fühle er sich aber trotzdem noch nicht gerüstet. „Ich glaube, man weiß vorher nie, was auf einen zukommt“, so der Schauspieler.

Kollegen wie Moderatorin Carola Ferstl und Schauspielerin Xenia Seeberg hatten ihre Kinder hingegen gleich mitgebracht. "Ich finde es wichtig, dass Lilly sieht, dass es nicht allen Kindern auf der Welt so gut geht wie ihr", so Ferstl.

Andreas Gabalier, Chris de Burgh und James Blunt

Die musikalische Unterhaltung übernahmen Andreas Gabalier, Chris de Burgh und James Blunt. Auch dieser weiß ganz genau, warum er sich für die Belange von Kindern in Deutschland einsetzt. „Ich habe als Kind zwei Jahre in Soest gelebt, habe immer noch Freunde hier. Ich habe keine Sekunde gezögert, als ich gefragt wurde zu kommen“, so Blunt.

Doch nicht nur mit dem Geld der Zuschauer wurde der Spendentopf gefüllt. Auch der linke Schuh des WM-Finaltorschützen Mario Götze bescherte „Ein Herz für Kinder“ zwei Millionen Euro. „Das ist überwältigend. Das ist unvorstellbar. Das hätte ich mir nicht träumen lassen“, sagte Götze, der nach dem Heimspiel des FC Bayern München zugeschaltet wurde. Und „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann hatte sich für eine Spende von 100.000 Euro den Bart abrasiert - eine Aktion, die vor allem in den sozialen Netzwerken für Furore sorgte. Das Engagement aller Beteiligten zahlte sich aus. Am Ende der Sendung waren 16.269.471 Euro zusammen gekommen. Und es konnte weiter gespendet werden.

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