Jubiläum

Promi-Club „Felix“ feiert sein zehnjähriges Bestehen

Das „Felix“ wird zehn: Mit exklusivem Dinner und einer großen Party feiert der Club in Mitte nahe des Brandenburger Tors seinen Geburtstag. Wir haben einen Blick hinter die Kulissen werfen dürfen.

Foto: Massimo Rodari

Wer hinein will, muss an Alex vorbei. Alex, der Selekteur, der die Gäste auswählt und nur unter seinem Vornamen bekannt sein will. Im Samtanzug steht er auch an diesem Abend wieder in dem Club, der seinen Eingang auf der Rückseite des Hotel „Adlon“ hat – und nun schon seit einem Jahrzehnt im Berliner Nachtleben präsent ist. Bei einigen mehr, bei einigen weniger beliebt – je nachdem, was man von der Szene der Hauptstadt, die weltweit für große Offenheit, wilde Exzesse und ihr Facettenreichtum bekannt ist, erwartet.

Am Sonnabend feiert das „Felix“ nun zehnjähriges Jubiläum. Und man will groß auffahren mit einem exklusiven Dinner für die Stammgäste – und einer anschließenden Party, bei der dann jeder kommen darf. Zumindest, wenn man so aussieht, wie man als „Felix“-Besucher aussehen muss. „Klar ist, dass die Gäste ,gut‘ aussehen sollen – und das ist auf viele Weise möglich. Da zählt auch nicht, dass jemand viel Geld hat“, sagt Ramin Gadiri, der von Beginn an dabei ist und den Titel „Felix Clubrestaurant Consultant Manager“ trägt.

„Wir haben keinen echten Dresscode. Es zählt die Ausstrahlung und Sympathie“ – was im „Felix“ meist so viel bedeutet, wie: junge Frauen in hübschen Kleidern und hohen Schuhen sowie Herren in Anzügen oder zumindest mit Sakko. Sneakers und T-Shirt passen meist nicht in die Vorstellung, die Alex von seinen Gästen hat. Als Selekteur – nicht zu verwechseln mit dem Türsteher, der für Ruhe und Ordnung sorgt – habe er eine große Verantwortung. „Es ist ganz klar: Wenn ich Menschen an der Tür abweisen muss, dann vermiese ich ihnen meistens den Abend“, sagt er. Gern gebe er dann jedoch Tipps, wo sie einen passenden Club finden könnten, in dem sie nicht an der Tür scheitern. Man kennt sich unter Kollegen.

Beyoncé, Uma Thurman und Boris Becker haben hier gefeiert

In den Genuss, das „Felix“-Ambiente zu erleben, kommt also nicht jeder. Ist jedoch auch nicht jedermanns Sache, wenn man auf düstere Clubatmosphäre steht, weiß Ramin Gadiri. „Der größte Kontrast zu uns ist sicherlich das Berghain“, sagt der 34-Jährige, der jedoch keine Angst davor hat, dass immer mehr Läden eröffnet werden, die eine ähnliche Zielgruppe wie das „Felix“ ansprechen wollen. „Konkurrenz durch andere Clubs sehen wir eher als einen Katalysator dafür an, uns immer weiter zu entwickeln.“

Schaut man auf die lange Liste von Gästen in den vergangenen Jahren, tauchen viele Prominente auf. Das US-Superstar-Pärchen Beyoncé Knowles und Jay Z feierten im Club genau wie Paris Hilton, Uma Thurman und Wyclef Jean. Auch an die Premieren-Party von „Django Unchained“ erinnert sich Ramin Gadiri gern zurück, hält sich aber mit Details zurück. Eine legendäre Party sei es gewesen, soviel sei sicher. Und wenn man nach deutschen Stammgästen fragt, tauchen Namen wie Mariella Ahrens und Boris Becker auf – Prominente, die VIP-Bereiche lieben, den großen Auftritt mit Magnum-Champagner und privater Betreuung durch Hostessen.

All das kann das „Felix“ bieten, wenn man denn möchte. Auch in Sachen Musik hält sich das Team eher an den Mainstream. Aus gutem Grund: „Der Gast entscheidet, was gespielt wird. Denn nur so kann Stimmung aufkommen“, sagt Gadiri. „Und da ist es egal, ob es Hip-Hop, House – oder manchmal sogar ein Schlager ist.“