Sommer, Sonne, Sand

Ägypten will am Kudamm Livebilder seiner Strände zeigen

Ägypten möchte sein Image aufbessern. Auf Großbildschirmen sollen deshalb Liveaufnahmen vom Nil und Roten Meer gezeigt werden. Auch den Kurfürstendamm in Berlin hat das Ministerium im Blick.

Foto: Rainer Hackenberg / picture-alliance / Rainer Hacken

Ägypten will das Image des Landes verbessern. Dafür sollen in europäischen Ländern Großbildschirme aufgestellt werden, die Livebilder von verschiedenen Touristenorten zeigen, kündigte das Ägyptische Fremdenverkehrsamt am Donnerstag auf der Reisemesse ITB in Berlin an. Gezeigt werden sollen zum Beispiel Liveaufnahmen aus Hurghada und Sharm el Sheich am Roten Meer oder auch aus Luxor am Nil. Standorte für die Bildschirme seien größere Städte in europäischen Ländern. Ägyptens Tourismusminister Hisham Zaazou sagte, er könne sich dafür zum Beispiel den Kurfürstendamm in Berlin vorstellen.

In den kommenden Monaten solle das Projekt starten, der genaue Termin stehe noch nicht fest, sagte Zaazou. „Das ist so ein bisschen unser Gegenbild“, sagte der Minister. „Wir wollen zeigen, dass es nicht nur Unruhen gibt, sondern dass sich zum Beispiel auch die Ägypter selbst am Strand entspannen.“

Die Besucherzahlen erholen sich langsam: 2012 kamen 11,5 Millionen Menschen ins Land, 17,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Knapp 1,2 Millionen davon waren Deutsche. Diese Zahl stieg verglichen mit 2011 um 20 Prozent. Damit sind die Bundesbürger für den ägyptischen Tourismus nach Russland der zweitwichtigste Herkunftsmarkt.

Ägypten investiert Millionen in den Schutz historischer Hotels

Das krisengeplagte Ägypten führe 2013 seine Investitionen für den Schutz historischer Hotels fort, kündigte das Fremdenverkehrsamt an. Die Ägyptische allgemeine Gesellschaft für Tourismus und Hotels (Egoth) investiert 2013 unter anderem rund 10 Millionen US-Dollar (rund 7,63 Millionen Euro) in die Renovierung des 1869 gebauten „Kairo Marriott“. Für den Erhalt des ursprünglich 1841 errichteten „Shepheard Hotels“ in Kairo gebe die Organisation 50 Millionen US-Dollar aus.

Die Egoth wolle trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation ihr Kapital so verteilen, dass sie alle geplanten Projekte fortführen könne, versprach das Fremdenverkehrsamt. Insgesamt schützt die EGOTH mit ihren Projekten neun historisch bedeutsame Gebäude in den Touristenzentren des Landes.