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Das sind Berlins regierende Burger-Meister

Fastfood ist nicht gleich Fastfood. In Berlin hat sich eine kreative und qualitätsvolle Imbiss-Kultur entwickelt. Morgenpost Online stellt herausragende Buletten-Brater vor.

Schöneberg - Amtliche Gerichte im Staatsburger

Statt Imbiss-Buden-Einrichtung gibt es hier gelungenes Amtstuben-Design mit Leitzordnern als Speisekarte, schwarzen Telefonen, Schreibmaschinen und alten Büroschreibtischen. Dazu ist im „Amt für Grillangelegenheiten, Abteilung Ernährung und Betankung“ burgermäßige Vielfalt angesagt – etwa beim Schöneburger mit Rinderhack, Sauerkraut, Schmand, gegrilltem Bacon, Jalapeños und Käse. Gegrillt wird amtlich auf heißem Lavastein. Und alles gibt es wahlweise als kleinen oder großen Fleischklops, dazu Rosmarinkartöffelchen, Ofenkartoffel oder bunten Salat.

STAATSBURGER Belziger Str. 34, Schöneberg, U7 Eisenacher Straße, So.–Do. 12–24, Fr.+Sbd. 12–1 Uhr, Tel: 78894513

Friedrichshain - Große Auswahl beim Burgeramt

Über 20 Varianten mit und ohne Fleisch werden hier am Boxhagener Platz auf dem heißen Lavastein gegrillt. Dabei wird durchaus Fantasie bewiesen und vom drögen Burger-Einerlei abgewichen. Das gilt etwa beim Chickenburger mit Erdnusssauce oder dem vegetarischen Halloumi Burger. Aber auch die Klassiker wandern, von freundlichen jungen Männern ordentlich gebrutzelt, mal mit 100 Gramm, mal mit 180 Gramm über den Tresen. Demnächst soll es auch mehr Sitzplätze geben.

BURGERAMT Krossener Straße 22, Friedrichshain, M13 Wühlischstr. /Gärtnerstr., Mo.–Do. 12–2, Fr. 12–4, Sbd. 11–4, So. 11–1 Uhr, www.burgeramt.com

Zehlendorf - Authentische Gerichte bei Uncle Sam’s

Nicht nur Familien und Studenten der nahe gelegenen Freien Universität schwören auf die Hamburger, die der waschechte Viertel-Indianer Lee in dem US-Diner seit 16 Jahren in konstant guter Qualität fabriziert. Den Wünschen der Fleischklopsliebhaber werden geschmacklich und mengenmäßig kaum Grenzen gesetzt. So ist es gerade abends immer rappelvoll. Es gibt Burger von 56 Gramm bis 664 Gramm und mit unterschiedlichem Belag. Über 100 Varianten – auch vegetarisch und Fisch – sorgen für echte Burgererlebnisse. Abgerundet wird dies mit Kringel-Pommes und einem kühlem Rootbeer.

UNCLE SAM’S Berliner Str. 3, Zehlendorf, Bus M48, U-Bhf. Zehlendorf, Mo.-Sa. 10–23, So 10–22 Uhr, Tel: 01747951378

Kreuzberg - Fleischfrei im Yellow Sunshine

Auch Vegetarier und Veganer lieben Fast Food und besonders Burger. Nur gesund sollen sie sein. Da gibt es im Yellow Sunshine in der Wiener Straße kein Problem, denn der Laden ist voll Bio-zertifiziert. Die zahlreichen Burger-Varianten, die es auch als Menü gibt, sind garantiert fleischfrei. Erstaunlich geschmackvoll und mit hausgemachter Sauce kommt etwa der Double-Chicken-Burger aus paniertem Sojafilet oder der Hot-Chili-Burger, ein scharfer Vegaburger, daher – natürlich im Brötchen mit Tomaten, Zwiebel und Gürkchen. Dazu Bio-Pommes und frischer Bio-Salat.

YELLOW SUNSHINE Wiener Str. 19, Kreuzberg, U-Bhf. Görlitzer Bahnhof, So.–Do. 12–24, Fr.+Sbd. 12-1 Uhr, Tel: 69598720, www.yellow-sunshine.com

Prenzlauer Berg - The Bird ist etwas für Enthusiasten

„The Bird“ ist sowohl Steakhouse als auch Bar. Der Laden gibt sich ganz stilecht amerikanisch und ist einer der beliebtesten Anlaufpunkte für echte Burger-Enthusiasten der Hauptstadt. Der Grillmaster stammt selbst aus den Staaten. Verwendet werden nur frische Zutaten. Das Fleisch stammt von deutschen Kühen und wird täglich frisch durchgedreht. Jeder Burger, etwa der „The Fifth Harry“ mit Bacon und Cheddar, kommt mit mindestens 250 Gramm Hackfleisch zwischen den „Buns“ daher – das sind mächtige Klopse. Und die werden stilecht mit den Händen gegessen. Nie mit Messer und Gabel.

THE BIRD Am Falkplatz 5, Prenzlauer Berg, S- + U-Bhf. Schönhauser Allee, Mo.–Do. 18–23, Fr. 17–24, Sbd. 12–24, So. 12–23 Uhr, Tel: 51053283, www.thebirdinberlin.com

Mariendorf - Zackiger Service im Sixties Diner

Amerika und 60-er Jahre. Das bedeutet Jukebox, Rock’n Roll, Neonlichter und saftige Hamburger. Ein Konzept, das gut umgesetzt auch im Berliner Süden (vier weitere Filialen in Berlin) aufgeht. Zumal die Service-Crew im „Sixties“ auf Zack ist und kundenfreundlich agiert. Burgertechnisch kommen die üblichen Verdächtigen vom „Plain Burger“ in der 125-Gramm-Light-Version bis zum doppelten XXL-Stück „Double Trouble Burger“ in stimmiger Begleitung von Jumbo Fries, Cole Slaw und Salat auf den Tisch.

SIXTIES DINER Mariendorfer Damm 338, Mariendorf, Bus M76, X76, 179, So.–Do. 9–1, Fr.+Sbd. 9–3 Uhr, Tel: 76108103, www.sixtiesdiner.de

Tiergarten - Shoppen und dann zum Play Off

Wenn beim Shoppen neue Energie nachgeladen werden muss, ist die moderne American Sports Bar in den Potsdamer Platz Arkaden die richtige Adresse für einen stärkenden Burger-Stopp. Dank Malsachen, Hochstuhl und Kinderkarte ist auch für die lieben Kleinen gesorgt. Es gibt eine vielseitige Auswahl original amerikanischer Burger und das „Big Burger King Size Special“. Ab Mitte Januar kann man so richtig zuschlagen. Dann ist immer mittwochs „Burger Day“ mit „all you can eat“ zum günstigen Pauschalpreis.

PLAY OFF Alte Potsdamer Str. 7, Tiergarten, S- + U-Bhf. Potsdamer Platz, Mo.–Sbd. 9–o.e., So. 9.30–o.e., Tel: 25299999, www.restaurant.play-off-berlin.de

Tegel -Vor dem Abflug mit Buletten stärken

Die Verpflegung an Bord ist längst nicht mehr das, was sie einmal war. Und hungrig zu fliegen, ist nicht jedermanns Sache. Gut, dass es da in Tegel Cindy’s Diner gibt, deren frisch zubereitete Burger für eine gute Grundlage sorgen. Geschmacklich sind die saftigen Hamburger imposant. Hundert Prozent Rindfleisch wandert vom Fleischwolf direkt auf den Grill. Die Buns sind aus Dinkel und mit Honig statt Zucker gesüßt. Gern genommen: der Burger des Monats. Im Januar z.B. „BBQ Burger" mit Rindfleisch, Tomaten, Mozzarella, Paprika, Zwiebelringen, hausgemachter Barbecue Sauce.

CINDY’S DINER Flughafen Berlin-Tegel, Terminal C, Busse TXL, X9, 109, 128, So.–Fr. 4–22, Sbd. 4–17 Uhr, Tel: 41013520, www.cindysdiner.com

Prenzlauer Berg - Trubel im Marienburger

Hier entscheidet der Esser: ganz konventionelles Beef oder doch lieber, für einen kleinen Aufpreis, Neuland-Fleisch. Die Wahl besteht auch zwischen großem und kleinem Burger. Der Marienburger bietet wahrlich für jeden Geschmack etwas. So etwa Kreationen wie den mutig betitelten Sophia Loren Burger mit Gorgonzola Creme und Rucola und den wechselnden Burger des Monats. Im trubeligen Laden ist damit stets für Abwechslung gesorgt.

MARIENBURGER Marienburger Str. 47, Prenzlauer Berg, Tram M2 Marienburger Straße, tgl. 11–22 Uhr, Tel: 30340515, www.marienburger-berlin.de

Kult-Hamburger - Da lohnt sich das Warten

Ja, das ist Berlin. Aus einem „Café Achteck“, einem Klohäuschen in zugiger Lage unter der Hochbahn, wird ein kultiger Burger-Shop. Das sonst gelegentlich aufsässige Kreuzberger Volk zieht gern eine Marke und wartet brav auch schon einmal länger. Die jungen Fleischbrater geben sich kreuzbergmäßig cool, bereiten aber alle Burger prompt und aus frischen Zutaten zu. Außerdem sehr beliebt und voll sättigend sind die Chili-Cheesefries mit Rinderhack, gebratenen Zwiebeln, Jalapenos und Käse.

BURGERMEISTER Oberbaumstr. 8, Kreuzberg, U1 Schlesisches Tor, Mo.–Do. 11–2, Fr.+Sbd. 11–4, So. 15–2 Uhr, www.burger-meister.de

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