Wie am 20. April 1989 bekannt wurde, trafen sich tags zuvor erstmals SPD-Politiker in Ost-Berlin mit Oppositionellen zum öffentlichen Meinungsaustausch. Das Mitglied der SPD-Grundwertekommission Thomas Meyer kritisierte dabei in der Samariter-Gemeinde das „repressive Verhalten“ der SED gegen Andersdenkende. Die SPD sei enttäuscht, „dass der Geist von Perestroika einen Bogen“ um die Regierenden in der DDR gemacht habe, sagte Meyer. Bisher hatte die SPD in Ost-Berlin und der DDR nur den Dialog mit führenden SED-Mitgliedern geführt. Nach der Veranstaltung sagte Meyer: „Sie war eine Demonstration unsererseits. Wir wollten der SED zeigen, dass wir unter Dialog das Gespräch mit allen Gruppen und Parteien verstehen.“ Meyer sagte, die Bedingungen für den inneren Dialog in der DDR hätten sich in den vergangenen zwei Jahren sogar noch verschlechtert.