25 Jahre Mauerfall

„Neues Deutschland“ fordert mehr private Lokale in der DDR

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Das SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“ (ND) mahnt in seiner Ausgabe vom 14. April 1989 eine großzügigere Vergabe von Gewerbegenehmigungen für private Gastwirte an. Die Parteizeitung schrieb, „dass mancherorts noch eine Abwartehaltung oder kleinliches Herangehen die Praxis sind“.

Das ND verwies darauf, dass 40 Prozent „aller Restaurationen in der DDR“ in Privatbesitz seien. Künftig sei auch auf Märkten, zu Volksfesten, an Ausflugszielen, in Einkaufszentren und Gartenanlagen „mehr denn je privatem Engagement bei der Versorgung der Bevölkerung zu begegnen“. Eisdielen, Imbissstuben sowie Cafés bereicherten das Angebot.