25 Jahre Mauerfall

Immer mehr DDR-Bürger wollen in den Westen ausreis(s)en

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Fast 28 Jahre nach dem Bau der Mauer ist der Wunsch vieler Ostdeutscher, in den Westen zu gelangen, ungebrochen. Am 12. Februar 1989 nutzte der zweimalige Box-Europameister Richard Nowakowski einen Verwandtenbesuch in Stuttgart, um die DDR dauerhaft zu verlassen.

Auslöser für seine Entscheidung war ein Vorfall am Rande der WM 1982 in München. Damals hatte sich der Athlet für einige Stunden von der DDR-Mannschaft entfernt, um sich mit seiner Großmutter zu treffen. Daraufhin wurde der Olympiazweite von Montreal mit einem Boxverbot bestraft.

Aus einem Geheimpapier des Bundesnachrichtendienstes (BND) wird bekannt, dass 1,5 Millionen DDR-Bewohner in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen wollen. Laut Bericht habe sich „das Übersiedlungsproblem erheblich verschärft“. Vor allem junge Menschen wollten zunehmend die DDR verlassen.