Wenn in den USA bei den am Dienstag anstehenden sogenannten Midterms Senat und Repräsentantenhaus neu gewählt werden, dürfte auch die Berliner Wirtschaft interessiert auf die Auszählungsergebnisse warten. Denn ein Blick in die Bilanz der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der deutschen Hauptstadt und den USA offenbart: Wer die Macht im Weißen Haus hat, hat offenbar durchaus Auswirkungen darauf, wie gut die Geschäftsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Berlin laufen. Am Dienstag wird nun zwar kein neuer Präsident gewählt. Wenn die Demokraten die Ergebnisse einfahren, die die Umfrageinstitute ihnen voraussagen, könnte Trumps Macht dadurch allerdings deutlich geschmälert werden.

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Und der Blick in die Geschäftsbilanzen der vergangenen Jahre legt nahe, dass die Berliner Wirtschaft darüber nicht unglücklich sein dürfte. Schon während der ersten Legislatur von Trump zwischen 2017 und 2020 sanken sowohl die Exporte wie die Importe. Unter Biden erholten und intensivierten sich die Geschäftsbeziehungen dann wieder, nur um nach Trumps neuerlicher Machtübernahme erneut zurückzugehen. Die amtierende Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach vor den Auswirkungen der Zollpolitik von Trump gewarnt.
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Insgesamt sanken die Berliner Warenexporte in die USA von 2015 bis 2025 laut Zahlen der Industrie- und Handelskammer (IHK) um 14,8 Prozent, die Importe um 10,1 Prozent. Zwischen 2016 und 2020 – im Wesentlichen also während Trumps erster Amtszeit – gingen die Exporte um 25,6 Prozent und die Importe um 15,0 Prozent zurück. Im Jahr 2024 – also nach vier Jahren Joe Biden – lagen beide Handelsströme über dem Niveau von 2020, die Exporte um 12,1 Prozent, die Importe um 54,4 Prozent. Im aktuellen Jahr sieht es nach Zahlen der IHK Berlin aber wieder besser aus. Nach vorläufigen Ergebnissen stiegen die Berliner Warenexporte in die USA demnach wieder deutlich an.
Hunderte Abgeordnete, 35 Senatoren und zahlreiche Gouverneure werden bei den US-Zwischenwahlen am Dienstag neu bestimmt. Im Senat haben die Republikaner derzeit 53 der insgesamt 100 Sitze. Die Demokraten halten 45 Sitze und können sich auf die Unterstützung von zwei Parteilosen verlassen. Bei den Midterms werden 35 Sitze neu vergeben. Für die Wahlen zum Repräsentantenhaus bescheinigen Umfragen den Demokraten gute Chancen, zu gewinnen. Aktuell ist die Mehrheit der Republikaner dort äußerst knapp: 218 der 435 Sitze sind in republikanischer Hand, die Demokraten haben 214. mit dpa






