In sozialen Medien wie Facebook tauchten am Wochenende erste Boykottaufrufe gegen US-Firmen auf. Als Reaktion, dass US-Präsident Donald Trump Anspruch auf Grönland erhebt und Strafzölle gegen europäische Staaten wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien verhängen will, wird zum Boykott von US-Produkten aufgerufen.

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Dabei werden auch Alternativen genannt. Als Ersatz für Coca Cola werden Fritz-Kola, Afri Cola, Bionade und „Leitungswasser mit Zitrone“ empfohlen. Als Apple-Alternative wird neben dem niederländischem Fairphone und Lenovo aus China Samsung aus Südkorea aufgelistet. Als Betriebssystem für Samsung-Smartphones dient Android von Google, einer der größten US-Konzerne. Auf den Notebooks von Lenovo läuft meistens Windows des US-Giganten Microsoft.
Berliner Wirtschaft sieht US-Eskalation mit Sorge
Als Nike-Alternative nennt die Boykottliste Adidas und Puma. Der Aktienkonzern Adidas gehört überwiegend institutionellen Investoren (92 Prozent), der US-Investor Black Rock hält hier 6,22 Prozent, Privatanleger acht Prozent, der Firma selbst ein Prozent. Bei Puma gehören fast ein Drittel dem Franzosen François Pinault und Familie (30 Prozent). Dahinter folgt unter anderem der US-Finanzdienstleister T. Rowe Price (5,1 Prozent).
Die Berliner Wirtschaft sieht die Eskalation mit großer Sorge: „Die angedrohten Zölle werden die Unsicherheit für unsere international tätigen Unternehmen wieder erhöhen“, sagte IHK-Präsident Sebastian Stietzel der Berliner Morgenpost. In der schwierigen Konjunkturlage seien neue Turbulenzen keine gute Nachricht. Laut den Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg sind die USA nach Polen der größte Außenhandelspartner für Berliner Firmen. Allerdings sank der Warenwert hier im ersten Halbjahr 2025 um 12,1 Prozent auf 733 Millionen Euro.




