Seit März 2024 ist dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf ein besonders schwerer Fall von nicht artgerechter Tierhaltung in Berlin bekannt. Nun musste das Veterinäramt bei einer Wohnung in Hellersdorf erneut eingreifen.

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Was die Kontrolleure vorfanden, war eine massiv vermüllte Wohnung, die „hygienisch stark belastet und von Ungeziefer befallen“ war, wie es in einer Mitteilung heißt. Diese Missstände waren bereits vor zwei Jahren entdeckt worden. Seinerzeit wurden in der Wohnung des Mannes, der sich selbst als „Oberhase“ bezeichnet, 20 Kaninchen geborgen.

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Bei der erneuten Durchsuchung fand man wiederholt eine völlig verwahrloste Wohnung vor. Die Zustände seien sogar noch extremer als 2024 gewesen. Der Wohnungsinhaber, der unter rechtlicher Betreuung steht, wehrte sich zunächst massiv gegen den Einsatz. Dennoch konnten sich die Einsatzkräfte Zutritt verschaffen.
Müll und verdorbene Lebensmittel machten die Wohnung unzugänglich
Was sie vorfanden, waren Räume, die durch Müll und zahlreiche Gegenstände nahezu unzugänglich waren. Neben erheblichem Ungezieferbefall wurden verdorbene Lebensmittel und sogar menschlicher Kot in einem Kühlschrank entdeckt. Es war zunächst unmöglich, alle in dieser Wohnung befindlichen Tiere aufzufinden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Rund 25 Kubikmeter Müll mussten entsorgt werden, um sich einen Rettungsweg zu schaffen und Lebendfallen für die Tiere aufzustellen. Ein Betreten der Wohnung war wegen der erheblichen hygienischen Belastung nur mit Mundschutz und Schutzanzug möglich. Ein Kaninchen konnte bislang gesichert werden. Der Mann wurde dem Sozialpsychiatrischen Dienst übergeben.
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„Solche Fälle zeigen, dass sogenanntes Animal Hoarding eine langfristige und behördenübergreifende Begleitung erfordert. Dabei geht es nicht nur um den Schutz der Tiere, sondern ebenso darum, die betroffenen Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren“, wird Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic zitiert.






