Zum Artikel „Franziska Giffey sagt Mitarbeit in Verhandlungen ab“ vom 30. November

Frau Giffey zeigt hier mal wieder sozialdemokratische Standhaftigkeit. Vermutlich ist Frau Giffey eine der letzten echten Sozialdemokraten. Von einer SPD erwarte ich genau die Punkte, die Frau Giffey zur Ablehnung der Mitarbeit führten. Eine Koalition mit den Linken darf nur stattfinden, wenn die Linken deutlich die Organisierte Kriminalität bekämpfen möchte und Terrorunterstützer ablehnen. Gleichzeitig bedarf es einer deutlichen Aussage zum Thema Antisemitismus. Auch das Thema Vergesellschaftung von Wohnungen in der jetzigen, von den Linken geforderten Form passt nicht zur SPD. Wenn die Berliner SPD irgendwann noch einmal eine Volkspartei werden möchte, sollte sie sich an Frau Giffey orientieren. Es geht nicht darum, ob die Linken eine regierende Bürgermeisterin stellen könnte. Es geht um die Werte der Sozialdemokratie. Diese Werte sind mit einer zukünftigen Bürgermeisterin, die schon im Vorfeld persönliche Angst gegenüber der Organisierten Kriminalität äußert, nicht einmal im Ansatz umsetzbar. Sozialdemokratie bedeutet nicht, ausschließlich Politik für die Ärmsten zu machen. Nein, Sozialdemokratie bedeutet, die arbeitende Bevölkerung stark zu machen. Diese Bevölkerungsschicht trägt dazu bei, dass auch soziale Strukturen möglich sind. Es muss sich aber immer lohnen, zu arbeiten, und Rentner müssen von ihrer Rente leben können. Genau diese Aufgabe hat Frau Giffey erkannt, aber viele Mandatsträger innerhalb der SPD denken nur an sich. Ich wage vorauszusagen, dass ein Mitgliederentscheid eine Koalition mit den Linken unter Berücksichtigung der handelnden Personen bei den Linken negativ beschieden wird. Die Mitglieder sind noch Mitglied in der SPD, weil sie noch immer den Grundgedanken in sich tragen.

Detlef Herrmann, per E-Mail

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Dass Giffey ein Fan von Koalitionen mit der CDU ist, ist ja nun nichts Neues. Insofern war das auch zu erwarten. Ihre Erfolge in der lokalen Wirtschaftspolitik hielten sich in Grenzen. Beim Thema „bezahlbares Wohnen“ hatte sie weder ihre (ohnehin schon bescheidenen) Stückziele beim Neubau erreicht, noch konnte sie in irgendeiner Weise auf die zahlreichen Beschwerden über Nebenkostenabrechnungen und Instandhaltung hilfreich einwirken. Auch deshalb haben sich die Berlinerinnen und Berliner beim Volksentscheid für die Vergesellschaftung von Kontingenten der Wohnungskonzerne ausgesprochen. Es wäre nahezu absurd, wenn Giffey in dieser politischen Konstellation nun als Verhandlungsführerin in diesem Ressort aufgetreten wäre.

Andreas von Scheven, via Facebook

Nun ja, vielleicht hat Frau Giffey angesichts ihrer aus meiner Sicht eher überschaubaren Leistungsbilanz als Wirtschaftssenatorin diesmal rechtzeitig die Reißleine gezogen. Möglicherweise ahnt sie auch, dass unter einer linken Regierungschefin weniger Platz für ihre sorgsam gepflegte Selbstdarstellung bliebe. Ob hier politische Grundsätze oder die eigenen Bühnenaussichten den Ausschlag geben, bleibt offen. Nicht jeder öffentlich inszenierte Rückzug verdient gleich Beifall als große Haltung.

Peter Pasch, via Facebook

Zum Artikel „Elke Sommer ist tot: Deutsche Hollywood-Legende stirbt mit 85 Jahren“ vom 29. November

Die deutsche Schauspielerin, Sängerin und Malerin Elke Sommer (1940–2026) wurde zwar in Berlin geboren, doch seit 1942 lebte sie mit ihren Eltern im fränkischen Niederndorf. Wenn man so will, so ist und war Elke Sommer eine waschechte Fränkin und sie redete auch Fränkisch, das hörte man klar und deutlich. Natürlich kenne ich die Blake-Edwards-Komödie „Ein Schuß um Dunkeln“ (Orig.: „A Shot in the Dark“) mit ihr und Peter Sellers (1925–1980) aus dem Jahr 1964, die zur „Pink Panther“-Reihe gehört; ein ganz herrlicher Spaß. Bei uns in Franken war Elke Sommer „bekannt wie ein bunter Hund“. Einen Wohnsitz hatte sie im fränkischen Marloffstein, im Landkreis Erlangen-Höchstadt, neben Los Angeles. Jetzt ist Elke Sommer, drei Monate nach dem Tod ihres Ehemanns, auch heimgegangen!

Klaus P. Jaworek, per E-Mail

Zum Artikel „Leitls Kniff, Grönnings Bauch und die Gedanken an Herthas Aufstieg“ vom 30. November

Man. Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt. Da marschiert die, jetzt junge, Hertha ungerührt und ohne Macken weiter von Sieg zu Sieg. Sogar bei den Roten Teufeln machte sie nicht Halt und deklassierte sie mit einem lockeren 3:0 am „aufgeladenen“ Betzenberg. Was sollen wir reden? Hertha wird in Zukunft erste Klasse, ohne Wenn und Aber. Die Fans allerorten werden staunen, es geht immer munter weiter auf der Erfolgsleiter, wäre ja gelacht, auch in dieser, mehr als verrückten, Stadt.  

Thomas Hanse, per E-Mail

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