Aktivisten drohen damit, eine geschlossene Fuß- und Radbrücke am Görlitzer Park eigenständig zu öffnen. „Hiermit stellen wir Senat und Bahn ein Ultimatum: Wird die Fuss- und Rad-Brücke über den Kanal zwischen Kreuzberg und Treptow nicht bis spätestens Sonntag 25.10.26 um 24 Uhr wieder geöffnet, ist davon auszugehen, dass die Anwohner*innen in den angrenzenden Kiezen die Öffnung selbst in die Hand nehmen werden“, heißt es in einer Mitteilung der Initiative Görli 24/7 vom Dienstag.

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Bei der gemeinten Görlitzer Bahnbrücke, handelt es sich um eine wichtige Verbindung zwischen Alt-Treptow und Kreuzberg. Sie wurden am 1. Juli gesperrt. „Grund dafür sind Korrosionsschäden an den insgesamt vier Brücken“, teilte die Deutsche Bahn damals mit. Seit der Sperrung wurden jedoch kaum Bauarbeiten durchgeführt, schreiben die Aktivisten. „Unmittelbar nach Schließung wurden auf der Brücke einige Löcher ausgehoben. Seitdem ist nichts mehr passiert: Die Brücke ist weiterhin geschlossen, Baumaßnahmen finden jedoch nicht statt“, so das Bündnis.
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Die alten Brücken führen über die Elsenstraße, Bouchéstraße, Lohmühlenstraße und den Landwehrkanal von Alt-Treptow in den Görlitzer Park. Für Fußgänger und Radfahrer sind sie damit eine wichtige Verbindung zwischen den beiden hier angrenzenden Bezirken.
Die Brücke gehört der Deutschen Bahn, wird jedoch seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt. Mehrfach wurde dem Bezirk und dem Senat angeboten, die gesamten Flächen zu übernehmen. Der Senat hat dafür in der Vergangenheit zwar Bereitschaft signalisiert, getan hat sich seitdem aber offenbar wenig.
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„Die Anwohner*innen auf beiden Seiten der Brücke sind nicht mehr bereit, diese sinnlose Schließung der so wichtigen Brücke aufgrund eines Macht- und Finanzgerangels zwischen Bahn und Senat weiter hinzunehmen“, schreiben die Aktivisten nun. Hintergrund: Bevor die Sanierung beginnt, soll ein gemeinsames Schadensgutachten durch ein externes Ingenieurbüro erstellt werden. Erst danach soll verhandelt werden, inwiefern sich die Deutsche Bahn an den Kosten beteiligt.
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Die Aktivisten sind jedoch der Meinung, dass die Sperrung in der Zwischenzeit unbegründet ist. „Schließlich ist die Brücke nicht im Geringsten einsturzgefährdet, ansonsten hätten auch die Straßen und Wege unterhalb der Brücke unmittelbar geschlossen werden müssen“, schreiben sie. Diese sind jedoch geöffnet.
BM







