Zum Artikel: „Wir haben den Hass in ihren Augen gesehen“ vom 19. Oktober

Ich sehe mit großer Sorge nach Frankreich und frage mich: Was ist dort nur los? Frankreich brennt, lese ich und höre ich in den Medien. Wer will denn eigentlich wirklich Frankreich abfackeln und niederbrennen? Wer kann diese Eskalation in Frankreich stoppen? Und was kommt nach diesem Stopp, falls dieser Stopp noch gelingen könnte? Kann und wird diese Welle der rohen Gewalt auch nach Deutschland überschwappen? Irgendwie verspüre ich im Augenblick ein sehr großes Grummeln im Bauch.

Klaus P. Jaworek, per Mail

Zum Artikel „Wirtschaft warnt vor rot-grünen Plänen für Berlin“ vom 20. Oktober 2026

Frau Manja Schreiner (IHK Berlin) und Herr Harald Christ (VBKI) bestätigen mal wieder ihr eigenes Klischee: Blindes Vertrauen in die CDU und Ablehnung aller, die sich links davon befinden. Ich bin immer wieder verwundert, wie sich hartnäckig der Glaube halten kann, die CDU habe große Wirtschaftskompetenz (siehe zum Beispiel Tankrabatt auf Bundesebene). Aber Christ sieht im Sondierungspapier von SPD, Grünen und Linken „die schlimmsten Befürchtungen“ bestätigt, ohne überhaupt zu wissen, wo Steuern und Gebühren angehoben werden sollen. Das ist unqualifiziert und nicht konstruktiv. Die CDU-Regierung hat es in der gesamten Regierungszeit nicht geschafft, endlich die Parkgebühren so weit zu erhöhen, dass sie wenigstens den Verwaltungsaufwand abdecken. Es wäre schön, wenn die Wirtschaftsvertreter nicht mit Vorverurteilungen „glänzen“ würden, sondern mit konstruktiven Vorschlägen und Kooperationsbereitschaft. Wenn dem Land der Optimismus verloren geht und dies die Menschen in die Arme der Rechtsextremen treibt, tragen auch solche Wirtschaftsvertreter dafür die Verantwortung. Also: Raus aus dem Gejammer, rein in die konstruktive Zusammenarbeit mit der Regierung, die die Berlinerinnen und Berliner gewählt haben.

Julia Lietzman, per Mail

Zum Artikel „Harte Kritik am Sondierungspapier von Rot-Grün-Rot in Berlin“ vom 19. Oktober:

Nur Gemecker aus dem Westen. Berlin ist anders. Die Stadt hat gewählt, und zwar diese Parteien. Warum wohl? Ist es nicht besser so? Erst kürzlich wurde in einem Bundesland eine Partei gewählt, die Deutschland in eine Zeit zurückversetzen kann, die wir nicht wirklich wollen, oder? Also hört auf, euch zu bekämpfen, und findet wieder zueinander. Nur gemeinsam könnt ihr das Schlimmste verhindern.

Katrin Tiltscher, per Mail

Was hat Berlin denn nur Schlimmes getan, dass es unter Umständen mit solch einer Regierung aus Rot-Rot-Grünen bestraft wird? Ja, in der CDU-geführten Regierung war auch nicht alles perfekt und problemlos. Es wurden aber auch viele Dinge erreicht und angestoßen. Allein das beliebte Behörden-Pingpong zwischen den Bezirken und dem Senat zu beenden, war schon etwas auf der Habenseite. Genauso ist das Aufwachprogramm für die Bürgerämter nicht zu unterschätzen. Okay, der Zaun um den Görli und der verflixte Antisemitismus-Fond wären verzichtbar gewesen, aber alles in allem ging es doch vorwärts. Warum hat Krach sich nicht mit der CDU und den Grünen zusammengesetzt und eine funktionierende Regierung – natürlich auch mit Zugeständnissen von allen Seiten gespickt – auf die Beine gestellt? Jetzt ist es zu spät. Er hat sich durch sein Zugeständnis in der Enteignungsfrage als opportunistischer Umfaller geoutet, der in Berlin kein Bein mehr auf die Erde bekommen wird. Auch wenn eine Regierung unter der Führung der PDS‑Nachfolgepartei eine ganze Legislaturperiode nicht hinbekommen wird.

Dietmar Astfalk, per Mail

Früher war die SPD eine Partei mit Rückgrat – das war leider früher. Heute schluckt sie „Kröten“, wenn sie nur irgendwie in Amt und Würden bleiben kann – wobei das mit den „Würden“ eben fragwürdig ist. Warum gibt es in diesem Land keine Menschen mit Esprit, Verantwortung und Haltung an der Spitze der Parteien?

Heide-Brigitte Binner, per Mail

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Zur Kolumne „Kasupke sagt, wie es ist“ vom 20. Oktober

Es ist gut, dass dieses „Werben für das Sterben“ und somit die Zusammenarbeit der Bildungsverwaltung mit der Bundeswehr von einem zukünftigen „rot-grün-roten Senat“ aufgekündigt wird. Es braucht keine sog. „Jungendoffiziere“, die wahrscheinlich nicht wissen, was Krieg überhaupt bedeutet, weil sie auch meistens zu jung sind, um dies erlebt zu haben, um die Schülerinnen und die Schüler unserer Berliner Schulen über die gefährliche Weltlage aufzuklären. Da haben die Schulen Politik- und Geschichtslehrer, die neutral die Sicherheitslage den Kindern besser erklären und erörtern können. Als Vater eines Sohnes, der wahrscheinlich zum Kriegsdienst von Herrn Pistorius bald zwangsverpflichtet wird, muss ich mir etwas einfallen lassen, meinen Sohn vor diesen „Kriegswilligen“ in Berlin zu schützen.

Oliver Marcks, per Mail

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