Während des großen Stromausfalls im Januar sollen in einer Berliner Anlage für radioaktive Abfälle mehrere sicherheitsrelevante Systeme zeitweise ausgefallen sein. Das berichtet die „B.Z.“ unter Berufung auf interne Dokumente. Betroffen gewesen sei die Berliner Zentralstelle für radioaktive Abfälle auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums in Wannsee.

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Der Stromausfall am 3. Januar 2026 war durch einen Brandanschlag auf Hochspannungskabel am Kraftwerk Lichterfelde ausgelöst worden. Mehr als 100.000 Menschen mussten zeitweise ohne Strom auskommen, rund 2200 Betriebe sind betroffen gewesen.
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In der Einrichtung für radioaktive Abfälle habe zunächst die Notstromversorgung eingesetzt. Am Abend sei jedoch das Dieselaggregat ausgefallen. Dadurch war die Anlage mehr als zwei Stunden lang ohne Notstromversorgung, wie die Zeitung weiter berichtet. Auch die Lüftung habe in diesem Zeitraum nicht funktioniert. Zudem seien Messstellen zur Überwachung der Strahlenbelastung zeitweise außer Betrieb gewesen.
Versorgung lahmgelegt: Was der Auslöser gewesen sein soll
Der Ausfall soll laut „B.Z.“ nicht unmittelbar am Brandanschlag gelegen haben. Vielmehr hätten verschmutzter Diesel, verunreinigte Sensoren und eine defekte Füllstandsanzeige die automatische Kraftstoffversorgung beeinträchtigt.
Der Zwischenfall sei als meldepflichtiges Ereignis eingestuft worden. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) habe von einem „Ausfall sicherheitstechnisch wichtiger Systeme“ gesprochen. Da vergleichbare Schwachstellen möglicherweise auch andere Anlagen betreffen könnten, werde der Vorfall inzwischen auf Bundesebene untersucht. Die betroffenen Sensoren seien mittlerweile ausgetauscht worden, man habe die Kraftstoffversorgung angepasst und weitere Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet, heißt es in dem Artikel.
In der Einrichtung werden radioaktive Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung gelagert. Laut der Zeitung sind keine radioaktiven Stoffe ausgetreten.






