KI-basierte Videotechnik soll in Berlin bald nicht nur an den sieben kriminalitätsbelasteten Orten (kbO) möglich sein. Auch beim Zentralen Objektschutz der Polizei Berlin soll die neue Technik für Entlastung sorgen. Wie die Polizei jetzt auf Nachfrage mitteilt, stehen die ersten Objekte fest, an denen in einer Testphase Kameras installiert werden: das Rote Rathaus, das Alte Stadthaus in der Klosterstraße (Sitz der Senatsinnenverwaltung) sowie die Umgebung des Jüdischen Museums in Kreuzberg.

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Während die ersten beiden Gebäude schon länger offiziell waren, war das Jüdische Museum bisher nur im Gespräch. Der Bund, der das Museum verwaltet, hatte aber früh sein Interesse bekundet. Die Kameras sollen hier im öffentlichen Straßenland, in unmittelbarer Nähe des Baus, angebracht werden. „Der Beginn des Testbetriebs ist aktuell für das 1. Quartal 2027 vorgesehen“, so Polizeisprecher Florian Nath. Nach derzeitigem Planungsstand solle die technische Umsetzung hierfür nach Abschluss des noch laufenden Vergabeverfahrens an entsprechende Firmen vorbereitet werden. Der Testbetrieb soll im Dezember 2027 enden.
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Ob die Technik an Botschaften angewandt wird, ist noch unklar
„Derzeit ist der Einsatz des KI-gestützten Videoschutzes ausschließlich im Rahmen des Pilotprojekts an ausgewählten Schutzobjekten vorgesehen“, sagt Nath. „Ob und in welchem Umfang die Technologie perspektivisch auch an weiteren geeigneten Objekten eingesetzt werden könnte, wird von den Ergebnissen der Pilotierung sowie den weiteren Rahmenbedingungen abhängen.“
Gefährdungslage hat sich seit dem 7. Oktober 2023 verschärft
Die Technik später auf gefährdete Botschaften und weitere Schutzobjekte auszuweiten, ist zumindest angedacht. Auch das Abgeordnetenhaus sollte eigentlich Teil der Testphase sein – dieses Vorhaben wurde allerdings nach dem Protest einiger Parlamentarier fallen gelassen.
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Polizei Berlin erhofft sich Entlastung
Im Bereich des Objektschutzes ist der Einsatz von KI-Kameras dennoch weit weniger kontrovers als etwa bei den kbO‘s. Die 1400 Objektschützer der Polizei Berlin bewachen knapp 700 Objekte, darunter Einrichtungen des Bundes und des Landes Berlin, die Privatadressen und Amtssitze von Amtspersonen, Botschaften, Konsulate und Residenzen sowie jüdische und israelische Institutionen wie Synagogen, Schulen und Kindergärten.
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Seit der erneuten Eskalation des Nahost-Konflikts am 7. Oktober 2023 hat sich die ohnehin hohe Gefährdungslage jüdischer Einrichtungen in Berlin dabei noch einmal deutlich verschärft. 400 bis 500 reguläre Polizeibeamte müssen die Objektschützer seitdem täglich unterstützen. Von der KI-Technik erhofft sich die Sicherheitsbehörde daher insbesondere eine personelle Entlastung. Sie soll Sicherheitsverstöße und Gefahren in Menschenmengen früher und besser erkennen, wo das menschliche Auge an seine Grenzen stößt.








