Liebe Leserin, lieber Leser,
heute beginnen wir nicht mit den Terminen des Tages. Der Tag selbst ist der Termin.
Denn heute vor drei Jahren, am 7. Oktober 2023, griffen Terroristen der Hamas und anderer Gruppen aus dem Gazastreifen Israel an. Sie töteten rund 1200 Menschen, überwiegend Zivilisten, unter anderem auf dem Nova-Musikfestival und in Kibbuzim, und verschleppten etwa 250 Geiseln nach Gaza. Es war der tödlichste Tag für Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust.
In Berlin wird dieses Datum am heutigen Mittwoch eine wichtige Rolle spielen.
Auf dem Bebelplatz findet um 15 Uhr die zentrale Gedenkveranstaltung „Nie vergessen. Niemals schweigen“ statt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wird eine Ansprache halten. Weitere Rednerinnen und Redner sind die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld, sowie der israelische Botschafter Ron Prosor. Noga Friedman, deren Ehemann am 7. Oktober 2023 im Kampf gegen die Hamas getötet wurde, wird ihre persönliche Geschichte teilen.

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In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz ist für 18 Uhr ein interreligiöser Gedenkgottesdienst angekündigt. Es sprechen Bischof Christian Stäblein, Erzbischof Heiner Koch und Rabbiner Andreas Nachama. Außerdem ist am Pariser Platz eine weitere ganztägige Gedenkveranstaltung angemeldet, die von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin-Brandenburg organisiert wird.
Zur Geschichte der vergangenen drei Jahre gehören auch Demonstrationen mit israelkritischer, leider oft auch massiv antisemitischer Stoßrichtung. Die Berliner Polizei hat angekündigt, die Versammlung unter dem Titel „Down with Colonialism“, die mit rund 150 Teilnehmenden angemeldet ist und vom Schlesischen Tor durch Kreuzberg nach Neukölln ziehen soll, besonders im Auge zu behalten. Die Bewerbung mit einem Bulldozer-Motiv (Anspielung auf die beim Hamas-Angriff genutzten Planierraupen) hat für erhebliche öffentliche Kritik gesorgt.
Es ist ein sehr schmerzlicher Tag. Wir werden auf morgenpost.de laufend darüber berichten.
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Ihr Felix Müller
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