Am 3. Oktober wird wieder der Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Dieser historische Nationalfeiertag, bei dem die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland zelebriert werden soll, jährt sich bereits zum 36. Mal. Und auch in diesem Jahr müssen die Berlinerinnen und Berliner nicht gelangweilt die Raufasertapete anstarren. Worauf man sich an diesem Festtag freuen darf.

Tag der Deutschen Einheit: Ministergärten öffnen ihre Pforten

Da wären zum einen die Ministergärten der Landesvertretungen von Brandenburg, Niedersachsen, Saarland, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Hessen. Denn diese Institutionen unweit vom Potsdamer Platz öffnen an diesem Tag von 11 bis 18 Uhr ihre Türen. Der Eintritt ist kostenlos.

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Gauklerfest in der Zitadelle Spandau

Etwas weiter im Westen der Stadt wird mittelalterliches Ambiente geboten. Denn beim 8. Gauklerfest in der Spandauer Zitadelle gibt es auf dem historischen Markt allerhand Spannendes zu entdecken: Gaukler zeigen ihre Tricks und Händler bieten traditionelle Speisen an – darunter Suppen aus mittelalterlichen Rezepten, frisch gebackenes Brot und auch Süßes.

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Nur Simmen und Soljanka? Identität im Osten
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Los geht es am Samstag ab 10 Uhr. Der Eintritt kostet 14 Euro, ermäßigt 11 Euro. Kinder bis 5 Jahre und Ritter in Vollrüstung kommen kostenlos herein. Und wer am 3. Oktober nicht vorbeischauen kann, hat auch am Sonntag noch mal die Möglichkeit.

Berliner Herbstrummel am Zentralen Festplatz

Und wer es ähnlich trubelig mag, der kommt womöglich beim Berliner Herbst-Rummel 2026 auf seine Kosten. Auf dem Zentralen Festplatz am Kurt-Schumacher-Damm warten über 80 verschiedene Attraktionen. Riesenschaukeln, Spiegellabyrinthe, Fly Over, Geisterbahn Zombie und noch vieles mehr sollen Groß und Klein verzücken.

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Los geht das Spektakel am Samstag um 14 Uhr. Der Eintritt selbst ist kostenlos. Die Veranstaltung läuft zudem noch bis zum 25. Oktober. Die weiteren Öffnungszeiten: Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 22 Uhr, Freitag und Samstag von 14 bis 23 Uhr, Sonntag und Feiertags von 14 bis 22 Uhr. Montag und Dienstag geschlossen.

BVG-Sonderfahrt: Historisches Zugmodell fährt durch einstige Geisterbahnhöfe

Historisches wird es dann im Untergrund der Stadt. Denn die BVG bietet am Tag der Deutschen Einheit Fahrten mit der Baureihe CII durch Berlin an. Los geht es um 12 oder 15 Uhr am U‑Bahnhof Leopoldplatz. Von dort aus geht es ohne Zwischenhalt über den Mehringdamm, den Hermannplatz und die Osloer Straße zurück zum Leopoldplatz.

Ein historischer Zug der BVG aus der Baureihe CII
Ein historischer Zug der BVG aus der Baureihe CII. Die roten Waggons waren als Raucherabteil gedacht. © Christopher Land / BVG | Christopher Land / BVG

Im Mittelpunkt der zehn Euro teuren Tour steht unter anderem der historische Zug. Das Modell CII fuhr ab den 1930er-Jahren durch Berlin und hatte erst im April 1975 ausgedient. Die beiden von den Mitgliedern der AG U-Bahn restaurierten Wagen fahren dabei über die einstigen Transitstrecken. Zu Zeiten der geteilten Stadt durften die „Geisterbahnhöfe“ genannten Stationen im Osten Berlins von der West-BVG nur zur Durchfahrt genutzt werden. Die kleine Zeitreise in die Vergangenheit dauert zwei Stunden. Tickets können hier gebucht werden.

Tag der Clubkultur: Festivalwoche im Zeichen des Bleibens

Ähnlich „underground“ könnte es auch beim „Tag der Clubkultur“ werden. Denn der kommende Samstag stellt auch den Auftakt der Festivalwoche dar. Dann wollen über 110 Clubs, Kollektive und Initiativen der Frage nachgehen, was den Kern der Clubkultur ausmacht und wie er sich angesichts steigender Kosten, schwindender Räume und wachsendem Druck behaupten kann.

Am 3. Oktober gibt es unter anderem die „Einheit Dock Party“ im Hosek Contemporary (Märkisches Ufer 1z, 10179 Berlin) oder auch die Party „Too Sexy to Leave“ in der Renate (Alt-Stralau 70, 10245 Berlin).

Designer Börse Berlin: Designklassiker und Stilikonen

Nicht minder trendig kann es dann bei der Design Börse Berlin werden. Die startet bereits am 2. Oktober in der Tribünenhalle der Trabrennbahn Karlshorst. Doch auch am Samstag sind dort von 10 bis 17 Uhr Designklassiker und Stilikonen der letzten 120 Jahre vom Jugendstil, Art Deco und Bauhaus bis hin zum Midcentury Design im Original zu sehen. Schon für fünf Euro kann man sich als Teil einer geschmacklich exklusiven Gruppe fühlen.

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Berliner Moscheen öffnen ihre Türen: Einblicke in die Gemeinden

Am Tag der Deutschen Einheit laden auch mehr als 20 Moscheen in ganz Berlin zum Tag der offenen Moschee ein. Neben Führungen werde es am 3. Oktober auch Vorträge und Möglichkeiten zur Begegnung geben, teilten die Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie am Donnerstag in der Hauptstadt mit.

Das Motto des Tages sei in diesem Jahr „Moscheen als Träger der gesellschaftlichen Verfasstheit“. Im Mittelpunkt stehen demnach Begegnungen und Möglichkeiten zu persönlichen Gesprächen. Gäste erhalten einen Einblick in den Alltag einer Moscheegemeinde und können persönliche Erfahrungen austauschen.

Der Tag der offenen Moschee wird zum 30. Mal begangen und nimmt dabei auch das 77. Jubiläum des Grundgesetzes in den Blick, hieß es. Die Aktion solle sichtbar machen, wie muslimische Gemeinden als Teil der Zivilgesellschaft Verantwortung übernähmen und Begegnung ermöglichten, erklärten die Veranstalter. Ebenso solle ein „reales Bild“ der Muslime in die Gesellschaft hineingetragen werden.

Deutsches Historisches Museum: Kultur für lau

Wer noch tiefer in die Kultur der deutschen Gesellschaft eintauchen möchte, der kann das am 3. Oktober (10 bis 18 Uhr) im Deutschen Historischen Museum (DHM) kostenlos tun. Das auf zwei Gebäude verteilte Angebot umfasst Wechselausstellungen zu prägenden Ereignissen, Entwicklungen und Personen der deutschen Geschichte im europäischen Zusammenhang. Von der Gründung des Deutschen Bundes, über die Weimarer Republik, BRD und DDR bis hin zur Wiedervereinigung ist alles dabei.

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Forum Willy Brandt Berlin: Einblicke in der Leben des Bundeskanzlers

Und wer sich anschließend oder hinterher noch intensiver mit dem Letzteren auseinandersetzen möchte, der kann das bei Sonderführungen im Forum Willy Brandt Berlin (Behrenstraße 15, 10117 Berlin) tun. Die kostenlosen Touren starten um 11, 13 und 15 Uhr und finden in deutscher und englischer Sprache statt. Dabei wird das Leben und Wirken des einstigen Regierenden Bürgermeisters von Berlin und Bundeskanzlers Willy Brandt genauer unter die Lupe genommen. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

jcst mit epd