Berliner Schülerinnen und Schüler sollen künftig ihren Schülerausweis gleichzeitig als kostenloses Ticket für den öffentlichen Nahverkehr nutzen können. Der neue Ausweis wird noch in diesem Schuljahr eingeführt. Zunächst läuft ein Pilotprojekt an zehn Schulen.

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Bis zu 7000 Schülerinnen und Schüler nehmen an der Testphase teil. Dabei werden der bisherige Schülerausweis und das Schülerticket Berlin AB auf einer Karte zusammengeführt. Ein zusätzlicher Antrag für das kostenlose Nahverkehrsticket soll damit künftig entfallen.
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„Mit dem neuen Schülerausweis machen wir Digitalisierung im Berliner Schulalltag ganz konkret nutzbar. Das entlastet unsere Schulen und macht es zugleich für Familien einfacher. Genau darum geht es bei der Digitalisierung von Bildung: Prozesse moderner, einfacher und verlässlicher zu gestalten“, sagte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen Ausweises in Westend.
Pilotprojekt startet an zehn Schulen
Zu den Pilotschulen gehört das Heinz-Berggruen-Gymnasium in Charlottenburg. Im zweiten Schulhalbjahr des Schuljahres 2026/27 soll das Verfahren auf alle öffentlichen Schulen der Stadt ausgeweitet werden.

Die Ausweise basieren auf den bereits vorhandenen Schülerdaten in der Lehrkräfte-Unterrichts-Schul-Datenbank (LUSD). Die Karten sollen zentral hergestellt und anschließend von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) an die Schulen verschickt werden.
Auch die BVG sieht in der Zusammenlegung vor allem eine Vereinfachung für Familien. „Für uns als BVG ist das ein gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung den Zugang zum Nahverkehr einfacher machen kann“, sagte BVG-Vertriebsleiter Michael Beer.
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Hunderttausende Plastikkarten sollen wegfallen
Mit der neuen Lösung soll nicht nur der Verwaltungsaufwand sinken. Auch die Zahl der ausgegebenen Plastikkarten soll reduziert werden. Weil Schülerausweis und Fahrausweis künftig auf einer Karte gebündelt sind, werden separate Karten für das Nahverkehrsticket überflüssig.
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Mobilitätssenatorin Ute Bonde (CDU) bezeichnete das Vorhaben als wichtigen Schritt beim Bürokratieabbau. „Dies erleichtert den Alltag der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern wesentlich. Wir gestalten Mobilität bürokratiearm und nachhaltig“, sagte sie laut Mitteilung der Senatsverwaltung.
Für die technische Umsetzung greift das Land auf seine bestehende digitale Infrastruktur zurück. Nach Angaben des IT-Dienstleisters ITDZ Berlin werden die Daten in einer zentralen und BSI-zertifizierten Infrastruktur verarbeitet. Damit sollen sowohl die Ausgabe der Karten als auch der Schutz der Schülerdaten sichergestellt werden.
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Digitaler Schülerausweis per App geplant
Neben der Plastikkarte ist auch eine digitale Variante geplant. Schülerinnen und Schüler sollen künftig freiwillig einen Schülerausweis über eine App nutzen können.
Die Pilotschule zieht nach Angaben der Bildungsverwaltung eine positive Zwischenbilanz. „Der neue Schülerausweis ist für uns als Schule eine echte Entlastung, insbesondere für unser Sekretariat. Die notwendigen Daten liegen mit der LUSD ohnehin vor, da ist es nur konsequent, sie auch für dieses Verfahren zu nutzen“, sagte Alexander Schulte, amtierender Schulleiter des Heinz-Berggruen-Gymnasiums.









